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19% fürchten gar 5 und mehr Krisen in 2021 (Grafik: "Communications Leaders Risk Survey")
24.05.2021   News
PR-Chefs: Soziale Medien sind großer Risikofaktor
Kommunikationsverantwortliche in Unternehmen halten der Studie "Communications Leaders Risk Survey" zufolge Social Media für ein größeres Unternehmensrisiko als Datenschutz- und Cyber-Bedrohungen, extreme Wetterbedingungen oder Lieferkettenprobleme.
Im Auftrag der New Yorker Managementberatung Kroll und des Krisen-Monitoring-Dienstleisters Crisp hat die Netzwerkplattform GLG im März dieses Jahres 100 Kommunikationsverantwortliche größerer Unternehmen in den USA, Kanada und Europa zu ihrer Rolle als Risikomanager befragt. 75 Prozent der Befragten geben demnach an, dass sie in ihrem Unternehmen als strategischer Berater zu Risikofragen einbezogen werden, 88 Prozent behaupten, zunehmend der primäre Ansprechpartner für solche Fälle zu sein.

53 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten, dass sie 2021 mehr als drei Krisen zu bewältigen haben. Auf die Frage, welche Risiken in diesem Jahr mit der größten Wahrscheinlichkeit eintreten und die größten Auswirkungen haben werden, nennen die Befragten zuvorderst den Bereich Gesundheitswesen/Infektionskrankheiten. In dieser Rangliste der zehn am häufigsten genannten Themengebiete rangieren Soziale Medien/Unerwünschte Kommentare auf Rang vier, unter anderen vor Cybersicherheit/Cyber-Bedrohungen, Umwelt/Extreme Wetter und Industrielle Ressourcen/Lieferkettenrisiken.

Laut den Studienautoren verfügen Unternehmen meist nicht über die notwendige Technologie und die Ressourcen, um Online-Communities zu überwachen. Die befragten Kommunikationsverantwortlichen gaben an, dass ihre Unternehmen durchschnittlich 6,4 öffentlich zugängliche Social-Media-Kanäle kontrollieren. Die wenigsten überwachen nicht öffentlich zugängliche Kanäle wie Online-Foren, Messenger-Apps oder alternative Online-Plattformen, auf denen sich Gruppen koordinieren können.

Auch auf Führungsebene wird das Thema zunehmend relevant: Die Befragten gaben an, dass dem Top- Management das Volumen (55%), die Vielfalt (57%) sowie die Geschwindigkeit (60%) von Online-Kommunikation die größten Sorgen bereiten. Als schwerwiegendste Folgen von nicht rechtzeitig identifizierten und gemanagten Risiken nannten die Befragten Schaden für die Unternehmens- oder Markenreputation (93%), negative Aufmerksamkeit (92%) und negative Auswirkungen auf Mitarbeitermoral sowie Personalbeschaffung (73%), die Kundenzufriedenheit (59%) und die Geschäftsergebnisse (46%).

Die "Communications Leaders Risk Survey" gibt es hier zum Download.
 
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