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Veränderung Gross Income 2020 gegenüber 2019 (Grafik: "GWA Frühjahrsmonitor 2021")
08.04.2021   News
GWA-Agenturen: Uneinheitliche Entwicklung des Geschäfts
Während knapp 60 Prozent der Mitgliedsagenturen im Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA) im Pandemie-Jahr 2020 Umsatzrückgänge verbuchten, generierten fast 40 Prozent Zuwächse. Das zeigt der "GWA Frühjahrsmonitor 2021".
Die Schere der Pandemie-Gewinner und -Verlierer klafft deutlich auseinander. Bei der Hälfte der Agenturen mit Umsatzrückgängen betrugen diese jeweils mehr als eine halbe Million Euro. Umgekehrt fiel bei der Hälfte der Dienstleister mit Zuwächsen das Umsatzplus jeweils 500.000 Euro oder höher aus. Vier Prozent der Agenturen haben 2020 einen Netto-Honorarumsatz (Gross Income) verbucht, der in etwa dem von 2019 entspricht. Im Schnitt ging der Umsatz um 1,3 Prozent zurück. An der Online-Befragung des GWA zwischen dem 8. Februar und dem 11. März dieses Jahres nahmen 84 der insgesamt 123 Mitgliedagenturen teil.

Mit Kostensenkungsprogrammen und Kurzarbeit reagiert aktuell etwa ein Drittel der Agenturen, um die Auswirkungen der Corona-Krise zu bewältigen. Knapp 30 Prozent investieren in die Verbesserung eigener Angebote. Ein Viertel der Befragten hat aktuell keine spezifischen Maßnahmen zur Bewältigung der Pandemie getroffen. Knapp 43 Prozent der Umfrageteilnehmer beschäftigen derzeit weniger Festangestellte als vor einem Jahr.

Mit deutlichem Abstand Wachstumstreiber Nummer eins war im vergangenen Jahr die Online-Kommunikation. Für knapp zwei Drittel der Agenturen – etwa 20 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr – zählt sie dem Frühjahrsmonitor zufolge zu den stärksten Wachstumsbereichen. Unter den Auftraggebern hat außer der Finanz- und Pharma-/Healthcare-Branche vor allem der staatliche Sektor deutlich an Bedeutung gewonnen. Die größten Wachstumshemmnisse sehen die Befragten in der schwächelnden Konjunktur und im Fachkräftemangel.

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