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News / Fußball-WM unterliegt der Außenpolitik
Die Fußball-WM im Sommer ist als Medienthema fast schon in Vergessenheit geraten und landet mit 3,6 Prozent auf Platz 7. Grafik: Universität Hohenheim
17.12.2014   News
Fußball-WM unterliegt der Außenpolitik
 
Geht es nach dem Traffic in den Social Media, steht König Fußball, speziell die Weltmeisterschaft in Brasilien in der Rangliste der wichtigsten Themen des Jahres 2014 ganz oben. Doch eine repräsentative Umfrage der Universität Hohenheim und der ING-DiBa korrigiert das Bild ein wenig. Nicht "Jogi" & Co. führen die Agenda der Deutschen an, sondern der Ukraine-Konflikt (Platz 1), die Krisen in Syrien und dem Irak (2) und die Ebola-Epidemie (3).

Damit ziehen erstmals seit vier Jahren ausnahmslos außenpolitische Entwicklungen die größte Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf sich und rangieren auch noch vor innenpolitischen Themen wie etwa dem Streit um die Maut oder dem NSU-Prozess. "Die Bürger beobachten die außenpolitischen Entwicklungen in tiefer Sorge, in erster Linie um den Erhalt des Friedens", sagt Studienleiterin Claudia Mast, Professorin für Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim. "Innenpolitische Themen werden dadurch in den Hintergrund gedrängt - so auch die Top-Themen der vergangenen Jahre, die Bundestagswahl im Vorjahr und die Euro- und Verschuldungskrise in den Jahren 2012 und 2011."

Der Ukraine-Konflikt und die Entwicklungen rund um Russlands Präsident Putin besetzen mit 37,6 Prozent den ersten Platz. Im Gegensatz dazu ist die Eurokrise kaum noch von Interesse, sie kommt dieses Jahr mit zwei Prozent auf Platz 9 des Rankings. Zum Vergleich: 2013 verfolgten sieben Prozent der Menschen das Thema, 2012 waren es 37,1 Prozent und 2011 sogar noch 44,1 Prozent.

An der Umfrage haben 1006 Personen teilgenommen. Sie nannten ohne Antwortvorgaben das Thema in der Medienberichterstattung, das sie 2014 am meisten beschäftigt hat. Die Erhebung ist Teil der Langzeituntersuchung "Wirtschaftskommunikation - Innovationen und Trends", die zweimal pro Jahr untersucht, wie die Bürger mit Wirtschaftskommunikation umgehen.
 

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