Please wait...
News / Social-Media-Analyse: Acht häufige Fehler
Foto: Adobe Stock/Graphicroyalty
10.03.2021   Wissen & Praxis
Social-Media-Analyse: Acht häufige Fehler
PR ohne Social Media? Heute fast unvorstellbar. Ohne Daten geht es dabei nicht. Doch bei der Auswertung gibt es einige Fallstricke und Irrtümer.
1. Nur auf die Zahl der Fans gucken: Wichtig für den Erfolg in Social Media ist die Interaktionsrate. Sie entscheidet über die Reichweite und damit indirekt über das Fan-Wachstum.

2. Interaktionsraten vermischen: Plattformen wie Facebook berechnen diesen Messwert auf Basis der Reichweite. Externe Anbieter hingegen verwenden als Basis die Fan-Zahl, da die Reichweite nicht öffentlich zugänglich ist. Die Interaktionsraten der Tools fallen dadurch niedriger aus.

3. Bruchzahlen falsch interpretieren: Sind 10 Prozent Wachstum viel oder wenig? Das zeigt ein Blick auf den Nenner: Steigt die Fan-Zahl um 10 Prozent von 1.000 auf 1.100, ist der Effekt auf die Sichtbarkeit Ihrer Marke geringer als beim gleichen prozentualen Wachstum von 100.000
auf 110.000. Im ersten Fall beträgt der absolute Zuwachs 100 Fans, im zweiten Fall 10.000.

4. Reichweite und Impressionen verwechseln: Die Reichweite bezeichnet die Zahl der Personen, die einen Beitrag sehen. Erscheint ein Beitrag mehrmals in der Timeline einer Person, wird jedes Mal eine Ausspielung (Impression) gezählt.

5. Einzelne Posts auswerten: Warum ein Beitrag gut oder schlecht gelaufen ist, können Daten nicht erklären. Dafür ist die Stichprobengröße n=1 zu klein. Je mehr Daten vorhanden sind, umso besser können Sie Muster erkennen und daraus Ursachen und Handlungen ableiten.

6. Interaktionsarme Posts bewerben: Anzeigen für Beiträge mit wenig Interaktion sind unverhältnismäßig teuer. Besser organisch gut laufende Posts für gezielte Werbung nutzen!

7. Starre Vergleichswerte verwenden: Wie viele Likes für einen Post sind gut? Was kostet eine Anzeige bei Facebook? Darauf gibt es nicht die eine Antwort, allenfalls eine Bandbreite für bestimmte Plattformen, Branchen und Zielgruppen. Besser ist es, eigene Richtwerte zu finden und kontinuierlich weiterzuentwickeln!

8. Falsche Schlüsse ziehen: Ein beobachteter Zusammenhang (Korrelation) bedeutet nicht immer, dass zwei Dinge ursächlich miteinander zu tun haben (Kausalität). Wenn beispielsweise Ihre Posts am Vormittag weniger hohe Reichweiten haben als am Abend, kann das an der Tageszeit liegen – muss aber nicht. Vielleicht hat die Abendschicht ein besseres Händchen bei der Auswahl und Aufbereitung der Themen.


Dieser Text stammt aus der PR-Werkstatt "Social-Media-Analyse: Mehr Wirkung, weniger Kosten". Lesen Sie darin:
 
Die Basis: Fünf Schritte, um Ihre Social-Media-Kommunikation zu verbessern.

Die Tools: Wie Sie die richtige Software für Ihre Analysen auswählen.

Facebook: Wie Sie mit den wichtigsten Grundlagen und ein paar Tricks mehr Fans erreichen können.

Instagram: Wie Sie Ihre Bilder und Stories am besten analysieren.

Linkedin: Wie Sie mehr über Zielgruppen und Konkurrenten erfahren und Ihre Inhalte optimieren können.

Twitter: Wie Sie Ihr Netzwerk vergrößern und mehr Reichweite erzielen.

Reports und Dashboards: Wie Sie die Analyse-Ergebnisse am besten intern kommunizieren.

Magazin & Werkstatt