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News / Markl darf weitermachen, Garrels wohl auch
Christian Garrels wird sich bald auch offiziell Kommunikationschef nennen dürfen/Foto: ADAC
08.12.2014   News
Markl darf weitermachen, Garrels wohl auch
 
ADAC-„Reform für Vertrauen“
Der seit Februar dieses Jahres kommissarisch amtierende ADAC-Präsident August Markl wird den Automobilclub in den kommenden zweieinhalb Jahren hauptamtlich führen. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 6. Dezember gaben die Delegierten Markl das Mandat, den von ihm angestoßenen Reformprozess zu vollenden. In der Frage des künftigen Kommunikationschefs läuft alles auf Christian Garrels hinaus.

Bestätigt ist offiziell noch nichts, aber dem Vernehmen nach hat der angeschlagene Club ab 1. Januar 2015 einen neuen Leiter Öffentlichkeitsarbeit. Mit Christian Garrels dürfte es der sein, der die Funktion nach dem Rauswurf von Michael Ramstetter seit dem Sommer bereits kommissarisch besetzt. In den vergangenen neun Monaten hatte Garrels (zunächst noch als Leiter der Pressestelle) mit seinem Team von aktuell 45 Mitarbeiterndie Kommunikationsstrategie des ADAC grundlegend überarbeitet.

„Wir fahren heute einen plattformübergreifenden, sehr stark themenzentrierten Kommunikationsansatz“, sagt Garrels. Im neuen Newsroom in der ADAC-Zentrale seien alle Disziplinen versammelt und die Prozesse „dahingehend optimiert und aufeinander abgestimmt, dass ADAC-Themen bestmöglich für die zur Verfügung stehenden Kanäle aufbereitet und ausgespielt werden“. Außer der klassischen Pressearbeit umfasst das vor allem Online und Social Media, die politische Kommunikation und die ADAC-eigenen Veranstaltungen.

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung stellte der bisher kommissarisch arbeitende ADAC-Präsident August Markl die Ergebnisse seiner im Frühjahr eingeleiteten „Reform für Vertrauen“ vor. Sie steht unter dem Motto „Entflechtung und Entherrschung“ und bedeutet einen Radikalumbau des krisengeschüttelten ADAC. Hauptziel ist es, den steuerbegünstigten Vereinsstatus zu retten. Dafür soll die ADAC-Firmenholding BuW, die die Wirtschaftsaktivitäten des Clubs verantwortet, in eine Aktiengesellschaft überführt werden. Der ADAC wird an der BuW AG nur noch 74,9 Prozent halten. Die übrigen Anteile liegen dann bei der noch zu gründenden ADAC-Stiftung. Basis für den Umbau ist ein neues Leitbild.

Im Zuge der Reform werden ADAC-Justitiarin Roswitha Mikulla-Liegert und Wirtschaftsanwalt Tobias Larisch von der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer mit ihren Teams das club-eigene Compliance-System optimieren. Eine Whistleblower-Hotline gibt es seit Mai, diese habe laut Markl bereits 51 Hinweise erbracht, davon seien 21 relevant gewesen.

Mit dem Aufbau einer zeitgemäßen Compliance-Organisation wird der Club einen Chief Compliance Officer erhalten. Neben Freshfields vertraut der ADAC beim Reformprozess –Markl kalkuliert hierfür einen „niedrigen zweistelligen Millionenbetrag“ –auf die Expertise der Managementberatung Oliver Wyman. Um künftig Interessenkonflikte auszuschließen, zieht sich der Club aus bestimmten Geschäften zurück, so dem Verkauf von Batterien durch die ADAC-Straßenwacht. Zudem wird das Verlagsprogramm bereinigt.
 

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