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"Was löst bei Ihnen während der Arbeit den höchsten Stress aus?" (Grafik: obs/News Aktuell)
22.10.2020   News
Was PR-Leute am meisten stresst
Die größte Belastung für Kommunikationsprofis stellen unzuverlässige Teammitglieder dar. Das geht aus einer Umfrage von News Aktuell und Civey zu Stressfaktoren in der PR-Branche hervor.
An der Online-Umfrage, die das Meinungsforschungs-Startup Civey im Auftrag von News Aktuell im vergangenen August durchgeführt hat, haben 500 Fachkräfte aus Kommunikation/Marketing/Medien in Deutschland teilgenommen. Demnach sind 30 Prozent der Befragten gestresst, wenn sie sich nicht auf ihre Kollegen verlassen können. Dabei stresst Frauen die Unzuverlässigkeit deutlich mehr als Männer (35% im Vergleich zu 25%). Annähernd gleich unter Druck gesetzt fühlen sich beide Geschlechter, wenn das Management schlecht führt oder Aufgabenstellungen nicht eindeutig sind: Jeweils 27 Prozent der Kommunikationsexperten geben dies als Stressfaktoren an. Knapp jeden vierten PR-Schaffenden belasten auch ein Zuviel an Arbeit oder technische Probleme.

Hingegen fühlen sich laut der Befragung nur 16 Prozent der PR-Leute einem zu hohem Druck oder einer zu großen Verantwortung ausgesetzt. Auch zu wenig Personal und damit mehr Arbeit für die Bestandsmannschaft löst nur bei jedem Siebten Stress aus (14%).
 
Weitere Ergebnisse
Erreichbarkeit: Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer glaubt, permanent erreichbar sein zu müssen. Bei der Frage, ob sie im Job das Gefühl haben, ständig - auch am Feierabend - verfügbar sein zu müssen, antworten 51 Prozent mit "Ja, auf jeden Fall" (24%) beziehungsweise "Eher ja" (27%). Signifikant mehr Männer geben an, dass sie glauben, auf jeden Fall permanent erreichbar sein zu müssen (30% zu 19% Frauen). Ein "Eher nein" (21%) respektive "Nein, auf keinen Fall" (22%) konstatieren bei dieser Frage insgesamt 43 Prozent.

Multitasking: Drei Viertel der Umfrageteilnehmer arbeiten eher bis sehr häufig unter hohem Zeitdruck parallel an mehreren Aufgaben und tragen gleichzeitig die Verantwortung (77%). "Eher selten" oder "nie" ist das nur bei 14 Prozent der Befragten der Fall. Auch bei dieser Frage unterscheiden sich die Antworten zum Teil zwischen den männlichen und weiblichen Kommunikatoren: Während 81 Prozent der befragten Frauen angeben, eher bis sehr häufig zu viele Aufgaben parallel zu verantworten, sehen sich nur 72 Prozent der befragten Männer diesem Druck ausgesetzt.

Stressabbau: Um beruflichen Stress zu vermindern und gesund zu bleiben, setzen die meisten Befragten auf körperlichen Ausgleich durch Sport und auf soziale Kontakte. Für 40 Prozent sind Bewegung und für 37 Prozent Zeit mit der Familie und Freunden die beliebtesten Anti-Stress-Maßnahmen. Digital Detox ist für jeden Fünften das optimale Mittel, um abzuschalten und runterzukommen (22%).

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