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News / PR-Rat warnt vor unsauberen Werbedeals
DRPR-Chef Lars Rademacher (Foto: Martin Wessner)
17.07.2020   News
PR-Rat warnt vor unsauberen Werbedeals
Beim Deutschen Rat für Public Relations (DRPR) sind mehrere Beschwerden von Website-Betreibern eingegangen, die zu Schleichwerbung aufgefordert worden seien.
Nach Angaben des DRPR seien bei den Beschwerdeführern Angebote einer Artikelplatzierung eingegangen. Im Rahmen eines Linkbuildings für einen nicht näher genannten Kunden sollten auf den Internetseiten der Betroffenen Artikel platziert werden. Bedingungen dafür waren "DoFollow"-Links, also Links, denen auch Suchmaschinen-Crawler folgen, um die verlinkte Webseite zu erreichen, und eine fehlende Werbekennzeichnung.
 
In einer Mitteilung des Rates hieß es: „Mit Bedauern musste der Rat feststellen, dass die vom Rat am 14. Dezember 2018 gerügte Content Marketing Agentur Digital Minds weiterhin versucht, das Trennungsgebot zwischen Redaktion und Werbung sowie das Gebot der Absendertransparenz zu unterlaufen und Schleichwerbung zu betreiben.“
 
Der Ratsvorsitzende Lars Rademacher denkt nun über eine Zusammenarbeit mit den Medienanstalten nach: "Wir erinnern noch einmal ausdrücklich an unsere Rüge und die dortige Begründung", so der DRPR-Chef. "Eine fehlende Kennzeichnung von werblichem Inhalt kann nicht nur durch den PR- oder Werberat gerügt werden, der Tatbestand der Schleichwerbung kann auch Auflagen und Bußgelder der Medienanstalten in Höhe von bis zu 50.000 Euro nach sich ziehen."

Das Selbstkontrollorgan der PR-Branche warnt Betreiber von Blogs und Online-Journalen vor "Deals" ohne Werbekennzeichnung und bittet Betroffene, ihm weiterhin Beschwerden mit den Originalanschreiben zuzuschicken.
 
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