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Julia Wippersberg (Foto: APA/Rastegar)
13.07.2020   News
66% der PRVA-Mitglieder fürchten Umsatzverluste
Zwei Drittel der Mitglieder des Public Relations Verbandes Austria (PRVA) rechnen aufgrund der Corona-Pandemie mit Umsatzeinbußen. Die Situation der Branche ist laut Verbandschefin Julia Wippersberg branchenabhängig unterschiedlich.
Eine Umfrage des PRVA unter seinen Mitgliedern zeigt ein heterogenes Bild der österreichischen Kommunikationslandschaft. 34 Prozent der Befragten sehen die Branche durch die Folgen der Corona-Krise eher gestärkt, 37 Prozent geschwächt und 29 Prozent kaum durch die Krise betroffen. Ein Drittel hofft, das Umsatzniveau des Vorjahres halten zu können, die meisten erwarten allerdings Umsatzrückgänge von bis zu 25 Prozent.

"Die ökonomische Situation der PRVA-Mitglieder in Unternehmen ist je nach Branche sehr unterschiedlich", erläutert Wippersberg in einer Mitteilung. "Vor allem in den Agenturen erwarten beinahe alle der Befragten Stornierungen oder Reduktionen bestehender Aufträge und sehen eine Rückläufigkeit bei Anfragen." Die Covid-19-Kurzarbeit sei von rund 45 Prozent der Befragten bereits in Anspruch genommen worden. "Insgesamt hat die Erhaltung der Arbeitsplätze für zwei Drittel der Umfrageteilnehmenden oberste Priorität", berichtet Wippersberg.

Der Umfrage zufolge rechnen viele PRVA-Mitglieder noch mit Spätfolgen in diesem oder im kommenden Jahr. Die Mehrheit plant interne Kürzungen oder hat diese bereits umgesetzt, während einige wenige von Betriebsschließungen betroffen sind. Nur sehr wenige sehen Chancen auf ein gesteigertes Wachstum.

An der Befragung haben 104 Mitglieder aus PR-Agenturen, Unternehmen und Organisationen sowie Ein-Personen-Unternehmen teilgenommen. Sie ergab zudem:

- PR-Verantwortliche oder Agenturen mit einem Kundenschwerpunkt in Branchen wie Handel, Industrie, Verkehr, Bau, Tourismus, Fremdenverkehr und Gastronomie werden die wirtschaftlichen Folgen durch den kompletten Lockdown nur mehr schwer aufholen können.

- Die Absage von Veranstaltungen, Messen und Konferenzen sowie eingefrorene oder gekürzte PR- und Kommunikationsbudgets durch wegbrechende Aufträge treffen viele Unternehmen, PR-Agenturen und besonders die Ein-Personen-Agenturen.

- Bei 50 Prozent der Befragten waren oder sind die Mitarbeiter vollständig im Home Office, bei weiteren 40 Prozent ist es ein Großteil. Allerdings war bei mehr als 86 Prozent diese Arbeitsform auch schon davor üblich.

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