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Top 7 mit den besten separaten ESG-Berichten (Quelle: Cometis)
08.07.2020   News
Wer den besten CSR-Bericht macht
Merck, Münchener Rück und die Deutsche Post haben die besten separaten Nachhaltigkeitsberichte der Dax- und MDax-Unternehmen für das Geschäftsjahr 2018 geliefert. Das hat eine Studie der Investor-Relations-Agentur Cometis ergeben.
Im Rahmen seines "ESG-Monitors 2020" (ESG = Environment Social Governance) hat Cometis die nichtfinanzielle Berichterstattung von 87 Unternehmen aus den Aktienindizes Dax und MDax (Stichtag: 31. Dezember 2019) bewertet, die gesetzlich zur Vorlage einer nichtfinanziellen Konzernerklärung für das Geschäftsjahr 2018 verpflichtet waren. Untersucht wurden rund 180 ESG-Merkmale aus den Bereichen Messbarkeit, Transparenz, Vergleichbarkeit und Angemessenheit der ESG-Berichterstattung.

Von 87 Unternehmen veröffentlichten 33 einen separaten nichtfinanziellen Bericht, 28 eine nichtfinanzielle Erklärung im Geschäftsbericht und 26 beide Varianten. Bei den separaten Nachhaltigkeitsberichten aus Dax und MDax glänzt laut Cometis die Deutsche Wohnen mit den besten Inhalten, knapp vor Gesamtsieger Merck. Dagegen konnten Münchener Rück und Telefónica Deutschland mit der Gestaltung ihrer Berichte überzeugen.

Bei den integrierten Nachhaltigkeitserklärungen aus Dax und MDax heißt der Inhalts-Sieger BASF. Gesamtsieger Siltronic erzielte die höchste Punktzahl bei der grafischen Aufbereitung.

Insgesamt zeigt die ESG-Berichterstattung nach Angaben von Cometis markante Schwächen. Die Qualität der offengelegten Informationen ist demnach häufig mangelhaft, die Berichte sind kaum vergleichbar. Der Bezug zur Geschäftstätigkeit ist oft noch sehr gering. Für Investoren bedeutet das, dass sie nichtfinanzielle Risiken von Unternehmen nur schwer identifizieren können.

Bei der Angabe quantifizierbarer Daten bestehen dem "ESG-Monitor 2020" zufolge oftmals noch sehr große Defizite. So liefern nur zwei Drittel (67%) der Berichte absolute Zahlen zum CO2-Ausstoß und nur rund ein Fünftel zur Inklusion (22%) sowie zur Angemessenheit von Löhnen und Gehältern (17%). Unvorteilhafte Daten würden verschwiegen, statt Probleme und mögliche Lösungen transparent zu machen.

Das Ranking ist auf der Webseite von Cometis einsehbar.

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