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19.11.2014   News
Burger King reißt der Geduldsfaden
 
Das RTL-Format "Team Wallraff - Reporter undercover" brachte es Ende April ans Tageslicht: Verstöße gegen Hygienevorschriften und mangelhafte Arbeitsbedingungen in von der Yi-Ko Holding betriebenen Burger King-Filialen. Das Fastfood-Unternehmen hat nach eigenen Angaben seither für Verbesserungen gesorgt, ihm wurde von Experten gute Krisenkommunikation bescheinigt.

Dennoch folgt jetzt ein Schlussstrich. Burger King Europe hat alle Verträge mit dem bislang größten deutschen Franchisenehmer Yi-Ko gekündigt. Die Holding darf die 89 Restaurants nicht mehr unter der Marke betreiben. Die Begründung: Nach den bekanntgewordenen Missständen hätten Burger King und Yi-Ko Vereinbarungen getroffenen, gegen die YiKo wieder verstoßen habe. "Dies beinhaltete unter anderem, dass der ehemalige Geschäftsführer der Yi-Ko fortwährend Einfluss auf das Tagesgeschäft nahm, dass wiederholt gegen Arbeitsverträge verstoßen wurde und dass die Schichten der Restaurants unterbesetzt waren", heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

"Die Kündigung stellt für uns nur den letzten Schritt dar", sagt Andreas Bork, Geschäftsführer von Burger King Deutschland. In dem Unternehmensvideo stellt er fest: "Unsere 25.000 Burger King-Mitarbeiter machen jeden Tag einen Klasse-Job. Aber ihre Leistung wird durch das Fehlverhalten eines einzelnen Franchisenehmers in Zweifel gezogen. Und das haben sie nicht verdient. Und deshalb darf die Yi-Ko nicht mehr Teil der Burger King-Gemeinschaft bleiben." Die Zukunft der betroffenen 3.000 Restaurant-Mitarbeiter ist allerdings unklar. Gegenüber der "Bild" erklärte Bork dazu: "Für konkrete Pläne ist es noch zu früh. Wir werden alles dafür tun, möglichst alle Restaurants und die bestehenden Arbeitsplätze zu erhalten."
 

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