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Christian Gasche (Foto: zVg)
23.04.2020   News
Corona-Krise: Redenschreiber wollen Steuern zurück
Freiberufliche Redenschreiber beklagen Umsatzeinbußen aufgrund der Corona-Krise. Christian Gasche vom Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) schlägt einen Ausgleich der Ausfälle durch Steuerrückerstattungen vor.
Mit der Absage privater und öffentlicher Veranstaltungen fallen auch klassische Anlässe für Reden weg. Das wirkt sich auf die Auftragslage freiberuflicher Redenschreiber aus. Aus einer Umfrage der VRdS unter seinen etwa 450 Mitgliedern geht hervor, dass 42 Prozent von ihnen keine Aufträge mehr haben, bei 30 Prozent ist die Zahl der Aufträge um mehr als 50 Prozent zurückgegangen. Viele Freiberufler drohten in Hartz IV abzurutschen. "Das kommt einer Geschäftsaufgabe gleich, weil sich durch das ALG II die Kosten für die Aufrechterhaltung der Selbständigkeit nicht decken lassen", lässt sich VRdS-Präsidentin Jacqueline Schäfer in einer Mitteilung zitieren.

Das Problem staatlicher Soforthilfen: Die Zuschüsse sollen den Unternehmern helfen, die aufgrund Corona-bedingter Einnahmeausfälle einerseits und laufender Betriebsausgaben wie Mieten und Energiekosten andererseits in einen Liquiditätsengpass geraten. Bei vielen Freiberuflern sind diese Kosten relativ gering, ihre Einnahmen bilden im Wesentlichen ihren Unternehmerlohn und dienen zum Bestreiten ihres Lebensunterhalts – dafür sind die Zuschüsse jedoch nicht vorgesehen. Sie gehen also meist leer aus.

Deshalb schlägt der VRdS vor, einen Schadensausgleich durch Steuerrückerstattungen über die Finanzämter in Betracht zu ziehen. "Umsatzausfälle lassen sich anhand zuvor geleisteter Umsatz- und Einkommenssteuerzahlungen leicht ermitteln. Es wäre fair, wenn ein Teil der Steuerzahlungen aus den Vorjahren jetzt in der Krise für den Ausgleich der Umsatzeinbußen zurückerstattet würden", so VRdS-Präsidiumsmitglied Christian Gasche.

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