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Uwe Kohrs
08.04.2020   News
Kommunikationsverbände schlagen Alarm
Angeführt von GPRA-Chairman Uwe Kohrs fordern Vertreter der Kommunikationsbranche zusätzliche Unterstützung von der Politik, die über das aktuelle Corona-Hilfsprogramm hinausgehen soll. Vielen Unternehmen drohe die Insolvenz.
Acht Kommunikationsverbände haben sich auf enge Zusammenarbeit in der Corona-Krise verständigt und sich in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Fachminister Olaf Scholz und Peter Altmaier gewandt. Hintergrund seien die massiven Auswirkungen der staatlich verordneten Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie.
 
"In Folge abgesagter Sportereignisse, Messen und Events sind bereits alle geplanten Kampagnen storniert worden und in den Bereichen Touristik, Handel, Finanzen und Automobil ein großer Teil der geplanten Umsätze eingebrochen. Allein für die Monate April bis Mai sind die Media- und Werbeinvestitionen laut ZAW bereits zu 50 Prozent storniert worden", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Über das Gesamtjahr rechne die Branche mit einem Rückgang von 25 Prozent, von dem neben den Medien alle Dienstleister der Kommunikationsbranche betroffen seien. Vielen Unternehmen der mittelständisch geprägten Branche drohe dadurch die Insolvenz.
 
Die Verbände fordern deshalb vereinfachte Bonitätsprüfungen, zinsfreie Darlehen, die Rückerstattung und Aussetzung von Umsatzsteuerzahlungen für die nächsten zwei Jahre und eine Verlängerung der Insolvenzregelung bis zum Jahresende. Zudem wünschen sie sich einen Fahrplan für die schrittweise Aufhebung des „Shutdowns“, um der Branche ein Stück Planungsmöglichkeit zurückzugeben.
 
Darüber hinaus sei vorgesehen, "als Kommunikationsbranche in einer konzertierten Aktion mit einer Kampagne für einen neuen wirtschaftlichen Aufbruch nach Ende des Shutdowns einen Beitrag zu Re-Start des Landes zu leisten", hieß es in der Erklärung. Die Kommunikationsbranche stehe laut eigenen Angaben für 47 Milliarden Euro Umsatz, 900.000 Beschäftigte und 1,4 Prozent des BiP.

Die Allianz wird von GPRA-Chairman Uwe Kohrs und von Lutz Meyer, Inhaber von Lutz Meyer & Company, umgesetzt. Mit dabei sind die folgenden Verbände:

ADC: Art Directors Club
BVWD: Bundesverband Digitale Wirtschaft
CMF: Content Marketing Forum
DPRG: Deutsche Public Relations Gesellschaft
FAMAB: FAMAB Kommunikationsverband
GPRA: Gesellschaft der führenden PR- und Kommunikationsagenturen
GWA: Gesamtverband Kommunikationsagenturen
OMG: Organisation der Mediaagenturen
 
Tipp: Der neue PR Report ist da! Lesen Sie in einem Schwerpunkt zur Corona-Krise:
 
Das Virus und wir: PR-Profis in Zeiten der Pandemie – wie sie kämpfen, was sie erleben, was ihnen Hoffnung macht.

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