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Lynn Rohwer (c) privat
03.12.2019   30u30
"Purpose ist für mich nicht nur ein Buzzword"
Die Nachwuchsinitiative #30u30, unsere jährliche, exklusive Auswahl talentierter Aufsteiger in der Kommunikationsbranche, ging in diesem Jahr in die siebte Runde. Mit am Start: Lynn Rohwer (29) von LHLK.
Politik hat Lynn Rohwer schon immer interessiert. Nachdem sie ihr "Gap Jahr" nach der Schule in London verbracht hatte, folgte ein Studium der Politikwissenschaft und Anglistik. Während ihres Semesters an der University of Tartu in Estland brachten Kommilitonen sie auf die Idee: "Was mit Kommunikation" würde gut passen! Das testete Rohwer bei Fischer-Appelt in Hamburg – ohne viel über die Branche zu wissen. Es passte tatsächlich. 

Für das Masterstudium in PR/Strategische Kommunikation zog sie wieder nach England – ein Jahr Leeds: viel zu tun, spannende Cases, Kommilitonen aus aller Welt. Zu gern hätte sie danach bei einer Agentur in ihrer Lieblingsstadt London Fuß gefasst. Doch die Brexit-Unsicherheit begann. Also zurück nach Deutschland. Nach einer kurzen Station bei Media Consulta in Berlin stieg die heute 29-Jährige bei Loesch Hund Liepold als Trainee ein.

Stolz bin ich auf … das, was ich alles in den letzten fünf Jahren geschafft und gelernt habe.

Im Jahr 2030 werde ich … 40 Jahre alt, unvorstellbar zurzeit ;-) 

Der wichtigste Trend in der Kommunikationsbranche ist ... die Sinnhaftigkeit von Kommunikationsstrategien und Kunden zu hinterfragen. Purpose ist für mich nicht nur ein Buzzword, sondern eine wichtige Entwicklung bei Unternehmen und in unserer Branche. 

Völlig überbewertet sind … Pressemitteilungen. Ich glaube, die meisten Mitteilungen haben kaum Neuigkeitswert. Wir haben inzwischen andere Kommunikationskanäle und müssen nicht immer Pressemitteilungen rausschicken, nur weil das bisher so getan wurde. Die Pressemitteilung sollte für spannende Neuigkeiten genutzt werden, nicht aber für belanglose Informationen..

Karriere bedeutet für mich ... immer wieder kleine und große Herausforderungen zu meistern – mit dem Kunden und dem Team.

Ein Top-Arbeitgeber muss … fair sein und Herausforderungen bieten, sich selbst hinterfragen und sich so stets weiterentwickeln. 

Von einem einem guten Mentor erwarte ich ... dass er zuhört, kritisch ist und gleichzeitig lobt. Zusammen die Stärken weiterentwickeln und Schwächen ausbügeln, gelingt nur durch Feedback mit entsprechenden Begründungen.

Ein guter Rat war ... immer die Zielgruppe im Blick zu haben und immer zu hinterfragen, warum man was tut. Dazu gehört auch, den Mut zu haben, sich selbst zu korrigieren und gegebenenfalls die Richtung zu ändern. 

Ein Vorbild in der Kommunikation ist ... Pascal Volz, weil er mit einer kreativen Idee sein gesamtes Team aus einer Notsituation brachte: Er hat nicht nur für alle Verantwortung übernommen, er hat auch gezeigt, dass kreative Kommunikation erfolgreich ist.


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