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Larissa Rohr (c) privat
28.11.2019   30u30
"Ich denke politisch, aber nicht parteipolitisch"
Die Nachwuchsinitiative #30u30, unsere jährliche, exklusive Auswahl talentierter Aufsteiger in der Kommunikationsbranche, ging in diesem Jahr in die siebte Runde. Mit am Start: Larissa Rohr (27) von BASF.
Larissa Rohr hat Politikwissenschaft studiert, weil sie „wissen wollte, wie Politiker Entscheidungen treffen“. Dazu passen ihr Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie das Praktikum und der Job in der Pressestelle der CDU-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz. Dennoch sagt sie: „Ich denke politisch, aber nicht parteipolitisch.“ So schrieb sie ihre Masterarbeit in Politikmanagement an der Uni Duisburg-Essen über die Jugendorganisation der Grünen. Weitere Stationen: Studium in Montreal und das BMW-Büro in Brüssel.

Zur PR kam die Rettungsschwimmerin über ihr ehrenamtliches Engagement für die DLRG, für die sie im heimischen Landau eine Zeitlang die Öffentlichkeitsarbeit machte. Ihr erstes PR-Praktikum bei der BASF gefiel ihr gut und so kehrte sie als Volontärin für Online-Kommunikation zu dem Chemieriesen zurück. Die Nähe zur Pfälzer Heimat passt auch gut. Abschalten kann die 27-Jährige am besten im Schwimmbecken und mit ihrem Saxofon.

Stolz bin ich auf … meine Mama. Sie hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, für andere ein offenes Ohr zu haben, Freundschaften über Jahre hinweg aufrechtzuerhalten und zuverlässig zu sein. Eine perfekte Netzwerkerin – auch wenn sie sich so nie nennen würde.

Im Jahr 2030 werde ich … in einem agilen, abteilungsübergreifenden und digital vernetzten Kommunikationsteam arbeiten, das sich unter dem Wort „Silo“ nichts mehr vorstellen kann. 

Der wichtigste Trend in der Kommunikationsbranche ist ... Position beziehen und Haltung zeigen. Unternehmen treiben gesellschaftliche Entwicklungen voran. In einer Welt, in der wahrgenommene Unsicherheiten steigen, müssen sie ihre Vision einer besseren Welt viel stärker erklären und aufzeigen, wie diese Realität werden kann. Während das Produktportfolio austauschbar ist, bleibt die individuelle Identität eines Unternehmens erhalten. 

Völlig überbewertet sind … Hierarchien und Yoga.

Karriere bedeutet für mich ... mein eigenes Klettergerüst nach oben zu klettern, dabei Projekte gut abzuschließen, Meilensteine zu passieren, kreative Entdeckungstouren zu machen und mir dabei persönliche und fachliche Anerkennung zu erarbeiten.

Ein Top-Arbeitgeber muss … die Stärken seiner Mitarbeiter fördern, ihnen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bieten und dafür sorgen, dass Wissen über Generationen hinweg systematisch weitergegeben wird. Gleichzeitig muss ein Top-Arbeitgeber Fehler zulassen, um danach umso schneller voranzukommen. 

Von einem einem guten Mentor erwarte ich ... er oder sie zur richtigen Zeit die richtigen Fragen stellt und mir so hilft, mutige Entscheidungen zu treffen.

Ein guter Rat war ... während meines Studiums für ein Jahr nach Kanada zu gehen. In Kanada habe ich gelernt, mich in einer fremden Umgebung bestens zurechtzufinden und auch bei -30 Grad gute Laune zu verbreiten. 

Ein Vorbild in der Kommunikation ist ... Antje Neubauer, weil sie sich dazu entschieden hat, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere eine Auszeit zu nehmen, um innezuhalten und neue Prioritäten festzulegen. Eine mutige Entscheidung, die viel Selbstreflexion erfordert.


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