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Claudio Rehmet (c) privat
15.11.2019   30u30
"Eine Kommunikationsstrategie kann sexy sein"
Claudio Rehmet (29) von Lautenbach Sass hat das Finale unserer Nachwuchsinitiative #30u30 gewonnen – gemeinsam mit Maximilian van Poele. Beim PR Report Camp holten sie die Trophäe als "Young Professionals des Jahres". Rehmet im Porträt.
Claudio Rehmets frühe Leidenschaft galt dem Handball. Los ging es mit vier Jahren. Sein Revier: die rechte Außenbahn. Sein Ziel: die zweite Bundesliga. Doch er verletzte sich – und besann sich auf seine andere Leidenschaft: das Schreiben. Er studierte Kommunikationsmanagement in Osnabrück, genoss die dort gepflegte Nähe zur Praxis, moderierte für Campus TV, schrieb seine Abschlussarbeit bei Porsche. 

Der Master in Leipzig brachte ihm nicht nur die strategische Kommunikation nahe – dort traf er bei einem Event Christoph Lautenbach, seinen heutigen Chef. Was er im Leipziger Studium lernte, konnte er als Vorstandsvorsitzender des Studierenden-Vereins LPRS anwenden. „Eine unfassbar lehrreiche Zeit“, blickt er zurück. Noch während des Studiums arbeitete er für Buchele CC, Daimler und BASF. Danach folgten der Einstieg bei Lautenbach Sass und Projekte für Dax-Konzerne. 

„Eine aus der Unternehmensstrategie abgeleitete Kommunikationsstrategie kann sexy sein, weil sie Abteilungsgrenzen überschreitet und Menschen zusammenbringt“, hat er gelernt. Sein neues Faible: Agiles Projektmanagement. Seit 2018 ist er zertifizierter Scrum Master. 

Stolz bin ich auf … mein berufliches und privates Umfeld mit vielen inspirierenden und herzlichen Menschen.

Im Jahr 2030 werde ich … in meiner Freizeit einen alten zugewucherten Hinterhof in eine kleine Galerie für Nachwuchskünstler verwandeln. 

Der wichtigste Trend in der Kommunikationsbranche ist ... Konvergenz, weil sie auf allen Ebenen für uns spürbar ist. Auf operativer Ebene überschneiden sich Disziplinen wie Marketing und Unternehmenskommunikation immer stärker, auf instrumenteller Ebene verschwimmen die Grenzen zwischen Medien und Kanälen und auf strategischer Ebene führt Konvergenz damit zu einer neuen Integration von Strukturen und Prozessen. 

Völlig überbewertet sind … Abteilungsgrenzen. Als strukturgebendes, orientierendes Element hat eine Abteilung als solche natürlich insbesondere in großen Unternehmen eine wichtige Funktion. Aber sie führt allzu häufig dazu, dass Wissenssilos entstehen. Trotz Abteilungsstrukturen vom Silodenken wegzukommen und sich abteilungsübergreifend um Themen herum und in Netzwerken zu organisieren, ist meines Erachtens ein Erfolgsfaktor für die Zukunft – aber auch ein Kulturmarathon. 

Karriere bedeutet für mich ... im Sinne einer objektiv erfolgreichen beruflichen Laufbahn ein Nebenprodukt aus Leidenschaft, Fleiß und Glück. Mir kommt es aber vor allem darauf an, dass die Reise herausfordernd bleibt und ich viele spannende Menschen kennenlernen darf.

Ein Top-Arbeitgeber muss … ein sensibler Seismograph sein, der weiß, wie er seine Mitarbeiter fordern und fördern kann. 

Von einem einem guten Mentor erwarte ich, dass ... Gespräche auf Augenhöhe stattfinden und ein Interesse an einem Wissensaustausch besteht. Erst dann wird es für beide Seiten spannend, weil eine Brücke zwischen zwei Welten geschlagen wird.

Ein guter Rat war ... immer geduldig und wachsam zu bleiben. Das hilft ungemein. Nicht nur bei der eigenen Karriereplanung, sondern gerade auch im Berufsalltag als Kommunikator und Stratege. 

Ein Vorbild in der Kommunikation ist ... Da gibt es nicht das eine Vorbild. Ich habe das große Glück, beruflich und privat mit vielen inspirierenden Menschen Zeit verbringen zu dürfen. Und oft zeigt sich, dass viele Impulse für meinen Job auch aus anderen Branchen und Disziplinen kommen. 


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