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19.08.2019   News
DRPR tadelt Uniklinik Heidelberg
Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) rügt den Vorstand des Universitätsklinikums Heidelberg und der Heiscreen GmbH wegen "bewusster Falschbehauptung und Täuschung der Öffentlichkeit".
Im Fall des Heidelberger "Bluttest-Skandals" ist es um einen neuen Bluttest zur Früherkennung von Brustkrebs gegangen. Den hatten die Uniklink und Heiscreen, eine Ausgründung des Universitätsklinikums Heidelberg, am 21. Februar dieses Jahres der Öffentlichkeit präsentiert. Er wurde als "Meilenstein in der Brustkrebsdiagnostik" bezeichnet, die Markteinführung wurde noch für 2019 in Aussicht gestellt. In einem Interview der "Bild" mit dem Forschungsteam wurde das Verfahren laut DRPR als Weltsensation dargestellt.
 
Das Selbstkontrollorgan der PR-Branche sieht es jetzt als erwiesen an, dass die Präsentation des Verfahrens "weder in Wortwahl, Zeitpunkt und Format angemessen, noch im Hinblick auf abgeschlossene Studien und die angekündigte Marktreife der Wahrheit entsprochen" habe. Das Vorgehen widerspreche dem Grundsatz der "Wahrhaftigkeit" gemäß Paragraf 9 des Branchenkodizes.
 
Den Verdacht der Marktmanipulation durch Absenderintransparenz konnte der Rat nach eigenen Angaben allerdings nicht nachweisen. Damit beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität Mannheim.

Einem Bericht der "Rhein-Neckar-Zeitung" zufolge haben weder das Klinikum noch die Firma Heiscreen auf das DRPR-Urteil, das ihnen am vorigen Donnerstag zugesandt worden sei, reagiert.

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