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News / Currywurst vom Imbiss statt Bundespresseball
Claudia Bender und Lutz Meyer halten 490 Euro für den Bundespresseball für überzogen
27.10.2014   News
Currywurst vom Imbiss statt Bundespresseball
 
Bundesmedienball 2014
Der Bundespresseball - das Ereignis des Jahres? Vielleicht, aber nicht ganz billig. Allein eine Flanierkarte kostet in diesem Jahr 490 Euro, an die nur herankommt, wer von der Bundespressekonferenz respektive einem ihrer Mitglieder vorgeschlagen wird. Der Preis hat angezogen, weil der Veranstaltung allmählich die Sponsoren abhanden gekommen sind. Nur BAT und Mercedes-Benz sind noch als Partner dabei. Und so, wie manche potenzielle Geldgeber, halten es Claudia Bender und Lutz Meyer: Sie investieren in etwas Anderes. Blumberry-Chef und Fulmidas-Geschäftsführerin heben damit eine eigene Veranstaltung aus der Taufe. „Gleicher Abend, gleiche Stadt, gleicher Dresscode“, sagt Meyer, betont jedoch, dass der Bundesmedienball keine Konkurrenz, sondern eine Alternative zum Bundespresseball darstellen soll. Das kommt auch in der Menüwahl zum Ausdruck: Satt Trüffel gibt’s „Curry 36“.

Natürlich soll es ein Nullsummenspiel für die beiden Initiatoren werden. Sie glauben, dass es ihnen mit 85 Euro für das Eintrittsticket im Vorverkauf und 125 Euro an der Abendkasse sowie mit einer Reihe von Sponsorengeldern kleineren Umfangs gelingen wird.

Trotz des begrenzten Budgets hat das Duo ein reichhaltiges Programm für den Abend des 21. November im Ballhaus in Berlin-Mitte zusammengestellt. Aber nicht alle künstlerischen Highlights seien schon spruchreif, hält sich Meyer bedeckt. Stattdessen weist er vor allem auf den journalistischen Anspruch des Events. Der soll in einer Leitdiskussion zum Ausdruck kommen. Für eine Runde zum Thema Presse- und Medienfreiheit haben sich die österreichische TV-Journalistin Antonia Rados und der „Bild“-Krisenreporter Paul Ronzheimer angekündigt. Zum Tanz bittet anschließend dem Programm zufolge ein Präsident, und das „wird ein echter Präsident sein“, orakelt Meyer. Die Zahl der Anmeldungen habe die Zielmarke von 150 deutlich übersprungen.

Meyers Agentur Blumberry betreibt inzwischen im Gebäude der Commarco-Holding am Litfaß-Platz ihre Geschäfte. Da hier Räumlichkeiten leer standen, musste beispielsweise auch die zur Gruppe gehörende Agentur KKLD dort einziehen. Die vier Münchner Kunden von Blumberry werden derzeit von Berlin aus betreut. Meyer sucht einen Nachfolger für den ehemaligen Münchner Büroleiter Tobias Tringali, der zur Fox Entertainment Group gewechselt ist.
 

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