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19.06.2019   News
Ethikwächter: Mahnung gegen Bundeswehr
Nach einer Beschwerde gegen den Auftritt der Bundeswehr im Umfeld der Republica 2018 hat der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) eine Mahnung an die Bundeswehr erteilt.
Die Bundeswehr wollte sich im vergangenen Jahr mit einem Stand auf der Digitalmesse präsentieren. Doch dazu kam es nicht. In der Folge behauptete die Bundeswehr, die Republica-Veranstalter hätten einen Stand zugesagt und gefordert, dass die Bundeswehr-Vertreter dort auf ihre Uniform verzichten sollten. Außerdem sei der Hauptstadtkorrespondentin des Bundeswehr-Senders Radio Andernach wegen ihrer Uniform der Zutritt zur Konferenz verweigert worden.

Den Facebook-Post, wonach die Korrespondentin angeblich keinen Zugang zur Republica bekommen habe, hatte die Bundeswehr bereits selbst korrigieren müssen. Die Frau hatte weder eine Akkreditierung als Journalistin oder ein gültiges Ticket, noch hatte sie versucht, Zugang zum Gelände zu erhalten. Diese Korrektur sei aber mit zu großer zeitlicher Verzögerung erfolgt, kritisiert der DRPR.

Auch eine feste Zusage für den Stand auf der Konferenz und ein eindeutiges Uniformverbot auf dem Veranstaltungsgelände habe es laut DRPR nicht gegeben. Wohl aber hätten die Veranstalter auf dem Gelände möglichst keine Uniformen sehen wollen. Das habe die Bundeswehr bewusst aufgebauscht.


Der Rat hat sich für eine Mahnung gegen die Bundeswehr entschieden. Die Armee soll künftig auf irreführende Kommunikation verzichten, Sachverhalte nicht skandalisieren und notwendige Korrekturen in der Social Media-Kommunikation in angemessen kurzer Frist vornehmen.

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