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News / Unternehmen oder Agentur: Wo verdient man mehr?
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12.06.2019   Karriere
Unternehmen oder Agentur: Wo verdient man mehr?
Im Schnitt bekommen deutsche PR-Profis zwischen 50.000 und 60.000 Euro Brutto-Jahresgehalt. Aber wie sieht der Vergleich zwischen Unternehmen und Agenturen aus? Ein paar Zahlen aus unserem großen Gehaltsbarometer.
Ob in einer Agentur, in einem Unternehmen, einem Verband, einer NGO oder als Freiberufler – im Schnitt bekommen Fachkräfte in der Kommunikation zwischen 50.000 und 60.000 Euro Brutto-Jahresgehalt (mit Weihnachts- und Urlaubsgeld, ohne Boni). Diese Spanne gilt für alle Teilnehmer einer Befragung des PR Reports und der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) – unabhängig von Berufserfahrung, Position und Verantwortungsbereich (unser großes Gehalts- und Honorarbarometer lesen Sie in einem Schwerpunkt auf 12 Seiten in der aktuellen Ausgabe).
 
Der tatsächliche Brutto-Jahresverdienst samt Boni dürfte noch etwas höher liegen. Mehr als ein Drittel verbuchen bis zu einem Monatsgehalt extra, 14 Prozent dürfen sich über zwei bis drei Monatsgehälter mehr freuen und für 6,2 Prozent gibt es mehr als drei Monatsgehälter obendrauf.

Was verdienen Einsteiger?
Doch PR-Branche ist nicht gleich PR-Branche. Beginnen wir bei den Einstiegsgehältern: 86,7 Prozent der von uns befragten Volontäre und Trainees aus Agenturen geben an, weniger als 30.000 Euro zu verdienen. 90 Prozent der Juniorberater mit ein bis zwei Jahren Berufserfahrung bekommen maximal bis zu 40.000 Euro.
 
Unternehmen locken mit mehr: Zwei Drittel der Befragten verdient nach ein bis zwei Jahren im Job zwischen 40.000 und 60.000 Euro. Das bestätigt unsere Recherchen aus dem vergangenen Jahr. Während der Agenturverband GPRA als monatlichen Mindeststandard ein Gehalt von 1.600 Euro empfiehlt und nicht wenige Agenturen ihren Volos und Trainees genauso viel oder etwas mehr überweisen, riefen Martin Brüning (Rewe), Richard Lips (Commerzbank) und René Ziegler (Bosch) beim PR Report Camp in Berlin im November 2018 Zahlen zwischen 3.800 bis 5.000 Euro monatlich auf.
 
Da können nur die am besten zahlenden Agenturen mithalten, wie unser Gehaltsranking zeigte ("Was der Nachwuchs wert ist", PR Report 6/2018). Allen voran Hering Schuppener Consulting (HSC): Die Spezialisten für Finanz- und Unternehmenskommunikation sowie Public Affairs locken ihre Einsteiger mit einem Brutto-­Jahresgehalt von 50.000 Euro. Agentur oder Unternehmen – diese Frage ist zumindest aus finanziellen Gesichtspunkten für Einsteiger einfach zu beantworten.

Agenturen oder Unternehmen: Wer zahlt besser?
Vorab: In Bezug auf die Berufserfahrung sind die Ergebnisse von Agenturen und Unternehmen nicht eins zu eins vergleichbar, weil wir nach dem Vorbild einer GPRA-Umfrage aus dem vergangenen Jahr bei den Agenturen die Berufserfahrung mit der Hierarchieebene verknüpft haben. Zwei Drittel der Befragten stammen aus Agenturen, die weniger als 50 Mitarbeiter haben. Und: Während mehr als ein Drittel der Unternehmensmitarbeiter zwischen 30 und 40 Jahre alt ist, sind es bei den Agenturen nur ein Viertel.
 
Dennoch fallen Unterschiede ins Auge. Jeweils rund 40 Prozent der Berater in Agenturen (drei bis fünf Jahre Erfahrung) bekommen zwischen 30.000 und 40.000 bzw. zwischen 40.000 und 50.000 Euro. Zwei Drittel der Seniorberater (ab sechs Jahre Erfahrung) kommen nicht über die 50.000 Euro hinaus, 44 Prozent von ihnen liegen zwischen 40.000 bis 50.000 Euro.
 
Von den Befragten in Unternehmen mit drei bis sechs Jahren Erfahrung gaben je knapp ein Drittel an, zwischen 40.000 und 50.000 bzw. zwischen 50.000 und 60.000 Euro zu verdienen. Von den Beschäftigen, die schon sieben bis zehn Jahre dabei sind, gibt die Hälfte ein Jahreseinkommen von 50.000 bis 70.000 Euro an.
 
Trotz aller Einschränkungen in Bezug auf die Berufserfahrung: Unser Gehaltsbarometer zeigt, dass die Quote derer, die zwischen 50.000 und 110.000 Euro bekommen, auf Unternehmensseite deutlich höher liegt. Betrachtet man die Gehälter über alle Hierarchieebenen und Berufsjahre hinweg, fällt bei den Agenturen vor allem die gleichmäßige Verteilung auf: Unter- und oberhalb der Verdienste zwischen 30.000 und 50.000 Euro liegen jeweils rund neun Prozent unserer Teilnehmer.
 
Tipp! Lesen Sie außerdem in unserem großen Gehalts- und Honorarbarometer in der aktuellen Ausgabe (als E-Paper und Print-Ausgabe):
 
- Was bekommen die Spitzenverdiener?
- Was verdienen Kommunikationschefs?
- Was verdienen Pressesprecher?
- Welche Branchen zahlen am besten?
- Was verdienen deutsche PR-Profis im Vergleich zu ihren europäischen Kollegen?
- Wie rechnen Agenturen ihre Mitarbeiter ab?
- Wie groß ist der Gender Pay Gap wirklich?
- Ausblick: Wie werden sich die Gehälter in der PR-Branche entwickeln?
- Und: Mehr Geld, mehr Zusatzleistungen - die wichtigsten Verhandlungstipps.

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