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07.06.2019   News
Spiegel und Manager Magazin sind die Verlierer
PR-Profis haben für den aktuellen "Wirtschaftsjournalist" die 52 wichtigsten Wirtschaftsredaktionen 2019 bewertet. Wer am besten abschneidet und von wem die Kommunikatoren enttäuscht sind.

Zum dritten Mal in Folge haben PR-Profis für das Ranking des "Wirtschaftsjournalist" die Leistung der "Börsen-Zeitung" (Chefredakteur Claus Döring) am besten bewertet. Mit einer Durchschnittsnote von 1,71 liegt sie auf dem ersten Platz, obwohl sie sich im Vergleich zum vergangenen Jahr leicht verschlechtert hat (1,62). Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und die Agentur Bloomberg erhielten beide die Note 1,81. Aufgrund der häufigeren Vergabe der Note 1 liegt die "FAZ" auf Platz zwei und Bloomberg auf Rang drei.


Die Finanznachrichtenagentur dpa-AFX (Chefredakteur Bernd Zeberl) verbessert sich von 2,09 im vergangenen Jahr auf eine Durchschnittsnote von 1,99 und zählt damit noch vor der Schwester-Agentur dpa (2,04; Rang 10; Sven Gösmann)) zu den zehn besten Redaktionen. Das "Handelsblatt" (Sven Afhüppe) liegt mit der Note 1,83 gleichauf mit dem britischen "Economist", erhielt jedoch öfter die Note eins und klettert somit von Rang sieben im vergangenen Jahr auf Rang vier. Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" verbessert sich von Platz acht auf sechs (Note 1,9).


Schlechter bewerteten die Kommunikatoren die Leistungen der Agentur Reuters (Rang drei im vergangenen Jahr), die nur mehr auf Platz 8 liegt, sowie die der "Financial Times" (Rang 7).


Insgesamt 179 PR-Profis haben in diesem Jahr vom 8. bis 20. Mai an der Umfrage des "Wirtschaftsjournalist" teilgenommen, darunter auch Kommunikationschefs der wichtigsten deutschen Unternehmen, Banken und Verbände. Mit der Gesamtleistung der 52 wichtigsten Wirtschaftsredaktionen zeigen sie sich leicht zufriedener als im vergangenen Jahr. Die Durchschnittsnote hat sich von 2,71 auf 2,70 verbessert. Diese Aufwärtsbewegung hält bereits seit einigen Jahren an.


Vor allem die großen Magazine haben nach Ansicht der Kommunikatoren an Qualität verloren. Dem "Stern" (Chefredakteure: Florian Gless, Anna-Beeke Gretemeier) stellen sie in diesem Jahr mit 3,77 die schlechteste Durchschnittsnote aus (3,65 Vorjahr). Damit löst das Magazin die Redaktion der "Bild" als Schlusslicht ab. Sie landet mit einer Bewertung von 3,66 im Durchschnitt auf dem vorletzten Rang. Der "Focus" sank ebenfalls noch leicht auf die Note von 3,63 (Vorjahr 3,52), bleibt jedoch auf Platz 50 gelistet.


Die größten Verlierer des diesjährigen "Wirtschaftsjournalist"-Rankings sind "Manager Magazin" (Note 2,95; Vorjahr 2,66; Chefredakteure: Martin Noé und Sven Clausen) und "Spiegel" (Note 2,84; Vorjahr 2,56; Steffen Klusmann). Sie rutschen jeweils um 15 Ränge nach unten. Die "Wirtschaftswoche" (Beat Balzli) und "Capital" (Horst von Buttlar) landen beide mit einer Note von 2,77 nur noch auf Platz 27. Die "WiWo" verschlechtert sich damit um zehn Ränge, "Capital" um neun. Die Kommunikatoren kritisieren vor allem mangelnde Ausgewogenheit, den Hang zur Skandalisierung und die Jagd nach Exklusivgeschichten.




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Der "Wirtschaftsjournalist" erscheint wie der PR Report im Medienfachverlag Oberauer. Chefredakteur ist Wolfgang Messner. Das Wirtschaftsredaktionen-Ranking hat Susanne Lang erstellt.

 

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