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Oliver Klein (Foto: Alexander Heil)
07.03.2019   News
Pitches: Wie Kunden sich selbst schaden
Knapp 40 Prozent der PR-Agenturen registrieren mehr Pitches als vor vier Jahren. Aber nur in einem Drittel der Fälle erhalten sie ein Honorar. Das geht aus einer Cherrypicker-Untersuchung hervor. Für Cherrypicker-Chef Oliver Klein ist klar: Damit schießen sich die Auftraggeber ins Knie.
Die Hamburger Agenturmanagement-Beratung hat die Entwicklung von Pitches und Pitchhonoraren in Deutschland zum dritten Mal nach 2011 und 2013 unter die Lupe genommen. An ihrer Umfrage nahmen 477 Agenturen aller Disziplinen der Kommunikationsbranche teil. Etwa ein Drittel aller befragten Agenturen stellt demnach fallende Pitchhonorare im Laufe der vergangenen vier Jahre fest. Einen Anstieg melden nur zehn Prozent.

Trend zu mehr Arbeit für weniger Geld: Insgesamt steigt der Untersuchung zufolge die Zahl der Pitches über alle Disziplinen hinweg, und die Pitchaufgaben werden immer anspruchsvoller, während das Pitchhonorar oftmals nicht angemessen ist und die im Pitch ausgeschriebenen Etats schrumpfen.


Damit würden sich die Kunden in doppelter Hinsicht schaden, meint Cherrypicker-Chef Oliver Klein. "Auf der einen Seite bekommen sie mehr Absagen oder schlechtere Leistungen, auf der anderen Seite zahlen sie indirekt den Pitchaufwand ihrer Agenturen mit. Auf lange Sicht gefährden sie damit das Qualitätsniveau der Agenturbranche als Ganzes."

Weitere Ergebnisse: Für kleine Aufgaben halten Agenturen ein Pitchhonorar von im Durchschnitt 3586 Euro für angemessen, für mittlere Aufgaben 6508 Euro, für umfangreiche 11.641 Euro und für komplexe Herausforderungen seien 21.654 Euro vertretbar.


Nur sechs Prozent aller Agenturen halten den Pitch für das beste Instrument der Agenturauswahl. Vergleichsweise viel Zuspruch erhält das Format von PR-Agenturseite (10,1 Prozent).

Die Ergebnisse seiner Untersuchung hat Cherrypicker in seinem Whitepaper "How to Pitch better" zusammengestellt.

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