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News / Die Vorweggeher
Wolfgang Ainetter (r.), PR-Chef des Bundesverkehrsministeriums (Foto: BMVI)
13.02.2019   Wissen & Praxis
Die Vorweggeher
Was in der Wirtschaft fast Usus ist, entdeckt nun die Politik: den Newsroom. Als erste Bundeseinrichtung hat das Verkehrsministerium ein „Neuigkeitenzimmer“ eingerichtet. Einblicke in eine ganz besondere Amtsstube. (Zum Anlesen)
Vor rund einem Jahr befand sich Wolfgang Ainetter im Aufbruch. Dass es für ihn einer zu neuen Ufern werden würde, ahnte er nicht. Eigentlich sollte der 47-Jährige für die „Bild“-Zeitung als Reporter in die USA gehen. Die Umzugskartons standen schon bereit, die Flüge waren gebucht und sogar Schul- und Kita-Plätze in Los Angeles reserviert, da erreichte ihn ein Anruf. Am Apparat war Andreas Scheuer, der neue Bundesverkehrsminister. Der CSU-Politiker fragte Ainetter, ob er die Leitung der Kommunikation seines Hauses übernehmen wolle. Der Österreicher, der zuvor 25 Jahre lang als Journalist gearbeitet hatte, entschloss sich kurzfristig, die Fronten zu wechseln und willigte ein.
 
Seit März 2018 ist Ainetter in neuer Funktion unterwegs – und inzwischen zu einer Art PR-Vordenker des politischen Berlins avanciert. Dabei hat Scheuers Chefsprecher nichts weiter getan als das, was viele Unternehmen und mancher Verband schon vor einigen Jahren getan haben: Er hat im Verkehrsministerium einen Newsroom installiert. „Neuigkeitenzimmer“ heißt das Konstrukt. „Ein schönes, unbeholfenes, holpriges, sperriges Wort. Gemeint ist es selbstironisch. Wir wollen uns nicht zu ernst nehmen“, sagt er.
 
Ernst genommen wird Ainetter trotzdem. Mehrere Ministerien sowie Ämter aus Bund und Ländern haben sich bei ihm mit der Bitte gemeldet, die Abläufe in der Redaktionsstube erläutert zu bekommen. Wer genau, will Ainetter nicht verraten. Nach Recherchen des PR Reports ist das Gesundheitsministerium von Jens Spahn dabei. Die Politik entdeckt den Newsroom.
 
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Tipp: Den kompletten Text lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des PR Reports. Darin erfahren Sie, wie das "Neuigkeitenzimmer" funktioniert, warum das Ministerium auf Videos setzt und wie die AfD die anderen Parteien in der Kommunikation treibt.
 

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