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Das Social-Media-Ranking 2018
11.01.2019   News
Siemens siegt in Social Media
Siemens hat 2018 erfolgreich eigene Mitarbeiter als Botschafter eingesetzt und sich damit im Social-Media-Ranking von Unicepta und PR Report Platz eins bei Facebook und Twitter gesorgt. Bei Youtube liegt ein Autobauer vorn.
Im gemeinsamen Social-Media-Ranking 2018 von PR-Report und Unicepta setzen sich Technologie-Unternehmen an die Spitze. Postings, mit denen Unternehmen ihre Innovationsstärke glaubhaft vermitteln, ernten besonders viele Nutzerreaktionen im Social Web – also Shares, Likes und Kommentare.

Besonders erfolgreich gelingt dies Siemens mit der Kampagne „Siemens-Inventors“. Im Mittelpunkt der Posts stehen Mitarbeiter, die durch ihre Erfindungen die Weiterentwicklung des Unternehmens entscheidend vorantreiben. Die meisten Nutzerreaktionen auf Facebook holt Siemens-Mitarbeiter Benjamin Lutz, der Steuerungssysteme für Prozessanlagen verbessert und von Siemens 2017 zum „Erfinder des Jahres“ gekürt wurde. Auf Twitter liegt Vemund Kaarstad vorne, der ein automatisiertes Steuerungssystem entwickelt, etwa für Offshore-Windparks, und 2018 zu den „Erfindern des Jahres“ zählt. Siemens gelingt es damit, Fachthemen anschaulich zu vermitteln und sich dabei gegen Follower-stärkere Unternehmen durchzusetzen.  
 
Bosch punktet mit Dieseltechnologie 
Auf den weiteren Plätzen folgen Bosch, die Allianz und Rewe. Bosch punktet mit Posts, die versprechen, den Durchbruch bei der Dieseltechnologe zu schaffen (Twitter Platz 2, Facebook Platz 3). Das Unternehmen versichert, die Stickoxidemissionen von Dieselmotoren auf nur ein Zehntel der gesetzlich zulässigen Grenzwerte senken zu können. Schon im Frühjahrs-Ranking 2018 lag Bosch damit vorn.

Die Allianz knackt mit ihrer #ExploreWithUs-Kampagne die Marke von 100.000-Nutzerreaktionen bei Facebook. Im Fokus des Posts steht die Fragestellung, wie Technologie die Gesundheit, Freude und das Wohlfühlen verbessert. Schon im Frühjahr 2018 auf Platz zwei, verteidigte der Versicherer diese Position für das Gesamtjahr. 

Bei Twitter auf Platz drei: Rewe mit seiner Antwort an Twitter-User Oliver S., den Schoko-Osterhasen von Lindt bereits seit 1992 am Regal und auf dem Kassenbon als „Traditionshasen“ zu bezeichnen. Hintergrund: Rechtsanwalt Joachim Nikolaus Steinhöfel hatte am 28. März 2018 das Foto eines Karstadt-Einkaufszettels getwittert und sich darüber ausgelassen, dass es jetzt statt Osterhasen Traditionshasen gebe, um „keine religiösen Gefühle zu verletzen“. Der Steinhövel-Tweet wurde binnen Stunden u.a. von der AfD-nahen Politikerin Erika Steinbach aufgegriffen. Ein Twitter-User postete daraufhin einen ähnlichen Kassenzettel von Rewe, woraufhin der Handelskonzern deutlich widersprach. 
 
Youtube: Audi zeigt sich sentimental 
Bei Youtube führt 2018 Audi das Social-Media-Ranking mit großem Abstand an. Unter dem Motto „See you!“ verabschieden die Ingolstädter Mercedes-Benz mit einem „persönlichen Abschiedsbrief“ aus der DTM. Der Stuttgarter Konkurrent hatte nach 22 Jahren sein dortiges Engagement eingestellt. Der Zusammenschnitt thematisiert auf emotionale Weise und mit einem Augenzwinkern die Konkurrenzsituation.  

Etwa halb so viele Nutzerreaktionen entfachte Volkswagen mit einem Video zu seinen Innovationen in der 3D-Druck-Technologie. Dabei geht es um den weltweit ersten Bremssattel aus dem 3-Drucker, der bei Bugatti einer Belastungsprobe unterzogen wurde. Fast 1,8 Millionen Mal wurde der im Dezember 2018 veröffentlichte Clip bereits im untersuchten Zeitraum aufgerufen. 

Innovativ gibt sich auch die Deutsche Bahn. Bessere Orientierung, kürzere Einstiegszeiten und eine höhere Pünktlichkeit verspricht die Deutsche Bahn durch leuchtende Bahnsteigkanten, die die Auslastung der Wagons bereits am Bahnsteig anzeigen. Schon zu Jahresbeginn 2018 war die Bahn damit im Social-Media-Ranking vertreten und sichert sich nun auch den dritten Platz im Gesamtranking. 
 
Das Ranking
Für die Rankings untersuchte Unicepta alle Corporate-Kanäle der Dax30-Konzerne sowie der Großunternehmen Aldi Süd, Audi, Bosch, Deutsche Bahn, Edeka, Lidl und Rewe. Klar als Marketing-Posts einzuordnende Beiträge kommen nicht ins Ranking. Jedes Unternehmen ist mit seinem jeweils stärksten Posting gelistet, Doppelplatzierungen sind nicht möglich. Es geht darum, die Posts mit dem größten Impact gemessen an den Nutzerreaktionen zu identifizieren. Daran wird sichtbar, welche Unternehmen es geschafft haben, sich eine relevante Community aufzubauen, bei der die Kommunikation verfängt. Es geht nicht darum, den besten Einzelkommunikator zu küren. Diese Kanäle spielen in der Untersuchung keine Rolle, wie auch die spezialisierten Accounts einzelner Presseteams.

 

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