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30.09.2014   News
EU-Mitgliedstaaten beschließen CSR-Berichtspflicht
 
Mit großer Mehrheit haben die EU-Mitgliedstaaten im Rat der EU die Richtlinie zur verpflichtenden CSR-Berichterstattung angenommen. Die bereits im April vom Europäischen Parlament verabschiedete Richtlinie wird damit voraussichtlich noch in diesem Jahr in Kraft treten und muss dann innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht umgesetzt werden. 

Die CSR-Richtlinie legt neue Berichtspflichten für große Unternehmen von öffentlichem Interesse, also insbesondere börsennotierte Unternehmen, mit mehr als 500 Beschäftigten fest. Sie müssen in ihren Lageberichten künftig stärker als bisher auf wesentliche nichtfinanzielle Aspekte der Unternehmenstätigkeit eingehen. Diese Angaben müssen – wie auch die Lageberichte – veröffentlicht werden.

Im Einzelnen ist vorgesehen: 
Über die schon heute notwendigen Angaben zu Umwelt- und Arbeitnehmerbelangen werden künftig auch Angaben zu den vom Unternehmen verfolgten Konzepten zur Korruptionsbekämpfung, zur Achtung der Menschenrechte und zu weiteren sozialen Belangen erwartet.Unternehmen sollen über ihre Konzepte im Hinblick auf diese Belange, die Ergebnisse ihrer Konzepte und über die Risiken ihrer Geschäftstätigkeit für diese Belange berichten.Hat ein Unternehmen kein Konzept, muss es dies erläutern („comply-or-explain“-Ansatz).Unternehmen können die nichtfinanziellen Angaben in einem Teil des Lageberichts (nichtfinanzielle Erklärung) oder in einem gesonderten Bericht darstellen und müssen diese Berichte veröffentlichen.In einem Konzern mit verschiedenen Tochtergesellschaften wird auf der Ebene des Mutterunternehmens des Konzerns berichtet.Darüber hinaus müssen große kapitalmarktorientierte Unternehmen künftig auch zu ihren Konzepten hinsichtlich der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat nach Diversitätsgesichtspunkten (wie z. B. Alter, Geschlecht, Bildungs- oder Berufshintergrund), über die Umsetzung der Konzepte und deren Ergebnisse berichten.
Das Ministerium erwartet, dass CSR-Berichterstattung zu mehr Informationen für Dritte führen wird, aber auch zu Anreizen für die Unternehmen selbst, sich noch mehr als bisher mit Fragen wie sozialen und ökologischen Belangen, Menschenrechten, Korruptionsbekämpfung zu beschäftigen. Die Diversitätsberichterstattung soll erreichen, dass die Unternehmensführung breiter aufgestellt wird, damit Risiken besser erkannt und vermindert werden können.

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