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News / Der Hier-Schreier
Einer von #30u30 2018: Christian Storch
08.11.2018   30u30
Der Hier-Schreier
Das Finale unserer Nachwuchsinitiative #30u30 findet auf großer Bühne statt: Beim PR Report Camp am 13. November in Berlin. Der Jahrgang von 2018 kämpft dort um die Trophäen in der Kategorie "Young Professional des Jahres". Mit am Start: Christian Storch (29) vom Deutschen Bundestag.
Christian Storch ist ein politischer Kopf. Er ist bei den Grünen, machte Öffentlichkeitsarbeit in deren sächsischer Landtagsfraktion. Im Juni wechselte er von der Agentur Johanssen + Kretschmer in den Bundestag. Dort beschäftigt der gebürtige Thüringer sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Abgeordneten Stephan Kühn mit Fragen rund um Infrastruktur und Digitalisierung, etwa ob Flugtaxis Sinn machen.

Ex-Kollegen loben Storchs Tatendrang, er sei ein Hier-Schreier bei neuen Aufgaben. Parallel hat er einen MBA durchgepaukt. In seinem Blog „Storchennest“ schreibt er über Kommunikation, Politik und Lobbying. Er sucht und nutzt die Berliner Netzwerke, etwa die Nachwuchstruppe der Degepol, indem er Wissen teilt und Menschen einbindet. Sein Ziel: „Ich will unterschiedliche Erfahrungen und Kontakte sammeln, um mich in ein paar Jahren mit einer Agentur selbstständig zu machen.“


Stolz bin ich ... Meinen MBA in Public Affairs & Leadership, denn neben dem Beruf einen zweiten Master zu machen war wirklich sehr herausfordernd.

Im Jahr 2030 werde ich ... Mit etwas Glück zusammen mit zwei bis drei anderen meine eigene Public Affairs-Beratung haben.

Der wichtigste Trend in der Kommunikationsbranche ist, ... dass vieles politischer geworden ist. Ich kann natürlich eine Urlaubswerbung für die Türkei schalten. Aber inzwischen muss ein Unternehmen diese Public Relations politisch hinterfragen, prüfen und sicher sein, welche Auswirkungen auf die Reputation die eine oder andere Kommunikation haben kann.

Völlig überbewertet ist ... Das wird jetzt einige überraschen, dass ein Digital Native das sagt, aber ich bin davon überzeugt, dass Digital Public Affairs in ihrer Effektivität überbewertet sind. .

Karriere bedeutet für mich, ... mit Leidenschaft das zu machen, was einem Spaß macht, von anderen so viel zu lernen wie es geht. Nicht sitzen zu bleiben, wenn das Nest schön warm geworden ist, sondern immer neugierig auf neue Themen und neue Teams zu sein und einen guten Ausgleich zu all dem zu finden.

Ein Top-Arbeitgeber muss … seine Mitarbeiter*innen motivieren und fördern. Motivation ergibt sich für mich auch oft aus Verantwortung. Wenn mir mein Chef eigenverantwortlich Projekte und damit die Verantwortung für den Erfolg übergibt, dann vertraut er mir und ich brenne für die Aufgabe. Ein guter Arbeitgeber kann für unterschiedliche Menschen einschätzen, wie viel Unterstützung sie auf diesem Weg benötigen und fördert sie kontinuierlich. Der „Obstkorb“ in den Stellenanzeigen ist von vorgestern.

Von einem guten Mentor erwarte ich, dass ... er oder sie mir ehrlich sagt, was ich besser machen kann und mir im Rahmen seiner/ihrer Möglichkeiten dabei hilft mich zu verbessern. Ein/e gute Mentor*in öffnet auch die Türen zu Netzwerken und ist bereit langfristig im Austausch miteinander zu sein. Wenn beide etwas voneinander lernen, dann ist ein Mentoring wirklich gut.

Ein guter Rat war, ... nicht Gesang zu studieren, sondern es zu meinem Hobby zu machen. 2007 war ich vor der Entscheidung zwischen Politik und Gesang als Studium. Eine Professorin für Gesang hat mir damals den Rat gegeben, die Musik lieber zu meinem Hobby zu machen. Rückblickend war es eine gute Idee, auf sie zu hören.

Ein Vorbild in der Kommunikation ist ... die Autovermietung Sixt, denn hin und wieder zeigt sie in gesellschaftlich umstrittenen Fragen, wie man als Unternehmen mit einer klaren Haltung Geld verdienen kann. Sie hat den AfD-Mann Alexander Gauland mit seinem rassistischen Spruch über Boateng als unbeliebten Nachbarn auf die Schippe genommen und kürzlich auch Horst Seehofer, der sich nicht entscheiden konnte, ob er zurücktritt oder nicht. In beiden Fällen hat Sixt gezeigt: Politik und Public Relations passen und gehören zusammen.


Tipp: Seien Sie dabei beim großen #30u30-Finale in Berlin!
 
Am 13. November, am Tag der Verleihung der PR Report Awards, tritt die #30u30-Crew in Zweierteams im Finale des diesjährigen Wettbewerbs gegeneinander an und kämpft um die Trophäen in der Kategorie "Young Professional des Jahres".


Außerdem bringt der PR Report in Berlin Young Professionals, Berufseinsteiger und Studenten mit potenziellen Arbeitgebern zusammen. Unser Karriereforum steht unter dem Motto "Was mit PR? Dann aber gleich richtig!" Mit dabei sind Bayer, Bertelsmann, Brunswick, Commerzbank, DAPR, Fischer-Appelt, GK Personal- und Unternehmensberatung, Hill + Knowlton Strategies, Klenk & Hoursch, Kommpassion, Loesch Hund Liepold, Pioneer Communications, Porsche, PRCC, Schuhmann Personalberatung und Thyssen-Krupp.

Auch sonst gibt es an diesem Tag ein abwechslungsreiches Tagesprogramm:
 
25 Top Cases – das leisten Deutschlands PR-Profis: Eine Auswahl der besten Projekte des Jahres - präsentiert von ihren Machern.
 
PR Report Werkstatt: Es wird gehämmert, geschraubt und gefeilt - verschiedenen Sessions und Workshops der PR Report Werkstatt zeigen, wie moderne PR-Arbeit funktioniert.
 
Alle Porträts des aktuellen #30u30-Jahrgangs lesen Sie im PR Report. Hier können Sie das Magazin als E-Paper oder Printausgabe bestellen. Oder im iKiosk.
 
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