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Einer von #30u30 2018: Nils Langhans
24.10.2018   30u30
Der Freigeist
Das Finale unserer Nachwuchsinitiative #30u30 findet auf großer Bühne statt: Beim PR Report Camp am 13. November in Berlin. Der Jahrgang von 2018 kämpft dort um die Trophäen in der Kategorie "Young Professional des Jahres". Mit am Start: Nils Langhans (28), freiberuflicher Autor und Berater.
Den Schritt in die Selbstständigkeit hat Nils Langhans bisher nicht bereut. Weil Literatur nicht nur Hobby sein sollte, verließ er vor mehr als einem Jahr Hering Schuppener. Seither arbeitet der 28-Jährige, der in Münster, Berlin und Aix-en-Provence Politik und Kommunikation studiert hat, als freier Berater in Berlin – vor allem in den Bereichen Blockchain, Fintech und Künstliche Intelligenz. Am meisten Spaß macht ihm die „Übersetzungsleistung zwischen technologischer Innovation und gesellschaftlicher Adaption“.

Seine nächsten Ziele? Weg vom Ein-Mann-Betrieb hin zur Beratungsfirma mit gleichberechtigtem Partner. Gerne würde er auch seine beiden fertigen Romane veröffentlichen. Kurzprosa hat er schon in Literaturzeitschriften publiziert. 2012 gewann er einen Essay-Wettbewerb des „Zeit“-Verlags. Das Freiberufler-Dasein liegt Langhans: „Ich kann mich gut aus mir selbst heraus motivieren.“
 
Stolz bin ich auf ... Ich bin sehr viel lieber zufrieden als stolz. Und um zufrieden zu sein, brauche ich viel inhaltliche Abwechslung, anspruchsvolle Probleme, zu deren Lösung ich beitragen darf, und genügend Zeit, um mich neben der Kommunikationsberatung der Literatur widmen zu können. Da dies alles spätestens seit meinem Schritt in die Selbstständigkeit gegeben ist, besteht kein Grund zu klagen.

Der wichtigste Trend in der Kommunikationsbranche ist ... Vertrauen – die harte Währung der Kommunikationsbranche und der Schmierstoff der Gesellschaft. Wir vertrauen unserer Bank, dass sie eine Überweisung richtig ausführt, wir vertrauen unserem Arzt, dass er die richtige Diagnose stellt, wir vertrauen einem Taxifahrer, dass er uns sicher ans Ziel bringt, kurzum: wir vertrauen auf Menschen und Institutionen. Durch AI, Blockchain oder IoT nimmt abstrakte Technologie jedoch zunehmend die vertrauensstiftende Rolle von Menschen und Institutionen ein, sodass sich die Mechanismen, nach denen Vertrauen entsteht, verschieben und Kommunikatoren vor der Grundsatzfrage stehen, wie sich Vertrauen in einer durchdigitalisierten Welt erzeugen lässt.

Völlig überbewertet ist ... das tradierte Sicherheitsnarrativ, mit dem Arbeitgeber noch immer junge Insecure Overachiever in die Angestelltenlaufbahn locken, ist im Angesicht des fortschreitenden technologischen Wandels und einer immer stärkeren Flexibilisierung der Arbeitswelt völlig überbewertet. Die meisten Menschen überschätzen jedoch noch immer die Risiken einer Selbstständigkeit, da es an Blaupausen mangelt, wie Selbstständigkeit insbesondere in jungen Jahren funktionieren kann.

Karriere bedeutet für mich ... als Begriff nicht sonderlich viel. Ich kann mich recht gut intrinsisch motivieren und ziehe viel Befriedigung daraus, Ziele zu erreichen, die ich mir selbst gesetzt habe. Wenn daraus langfristig etwas entsteht, das von außen als "Karriere" wahrgenommen wird, ist das ein schöner Nebeneffekt, aber sicherlich nicht Antrieb meines Schaffens.

Ein Top-Arbeitgeber muss ... verstehen, dass sich die Marktmacht demographisch bedingt in Richtung hoch qualifizierter Absolventen und Young Professionals verschiebt. Wer hier als Arbeitgeber attraktiv bleiben will, der wird sich in Zukunft strecken und mehr anbieten müssen, als ein paar fluffige New-Work-Salven und Bio-Obst in der Teeküche.

Ein guter Rat war ... allen Ambitionen zum Trotz gelegentlich geduldig auf die richtigen Situationen zu warten und erst dann zuzugreifen, anstatt sich von Aktionismus und Ungeduld zu falschen und kurzsichtigen Entscheidungen verleiten zu lassen.


Tipp: Seien Sie dabei beim großen #30u30-Finale in Berlin!
 
Am 13. November, am Tag der Verleihung der PR Report Awards, tritt die #30u30-Crew in Zweierteams im Finale des diesjährigen Wettbewerbs gegeneinander an und kämpft um die Trophäen in der Kategorie "Young Professional des Jahres".


Außerdem bringt der PR Report in Berlin Young Professionals, Berufseinsteiger und Studenten mit potenziellen Arbeitgebern zusammen. Unser Karriereforum steht unter dem Motto "Was mit PR? Dann aber gleich richtig!" Mit dabei sind Bayer, Bertelsmann, Brunswick, Commerzbank, DAPR, Fischer-Appelt, GK Personal- und Unternehmensberatung, Hill + Knowlton Strategies, Klenk & Hoursch, Kommpassion, Loesch Hund Liepold, Pioneer Communications, Porsche, PRCC, Schuhmann Personalberatung und Thyssen-Krupp.

Auch sonst gibt es an diesem Tag ein abwechslungsreiches Tagesprogramm:
 
25 Top Cases – das leisten Deutschlands PR-Profis: Eine Auswahl der besten Projekte des Jahres - präsentiert von ihren Machern.
 
PR Report Werkstatt: Es wird gehämmert, geschraubt und gefeilt - verschiedenen Sessions und Workshops der PR Report Werkstatt zeigen, wie moderne PR-Arbeit funktioniert.
 
Alle Porträts des aktuellen #30u30-Jahrgangs lesen Sie im PR Report. Hier können Sie das Magazin als E-Paper oder Printausgabe bestellen. Oder im iKiosk.
 
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