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News / Marketer räumen Digitalisierungsnotstand ein
Die Ziele der CMOs haben sich seit 2011 nicht geändert. Dennoch gibt es Abweichungen. So steht der Versuch, finanziellen Nutzen aus Social Media zu ziehen, mittlerweile ganz unten auf ihrer Prioritätenliste
24.09.2014   News
Marketer räumen Digitalisierungsnotstand ein
 
Die Digitalisierung des Marketing steckt irgendwo zwischen Wollen und Können fest. Einerseits erkennen die Marketingverantwortlichen das Potenzial neuer Technologien und Kommunikationskanäle und wollen es nutzen. Andererseits kommen sie mit der Umsetzung neuer Strategien und Konzepte offenbar nicht voran.

Für die Datenexplosion beispielsweise fühlen sich 82 Prozent der Chief Marketing Officers (CMOs) nicht gerüstet. Vor drei Jahren haben sich das "nur" 71 Prozent eingestanden. Zwei Drittel geben zu, nicht bereit dafür zu sein, Social Media zu nutzen. Das geht aus einer Teilauswertung der jüngsten IBM Global C-Suite Study hervor.

Der Wille, die Digitalisierung voranzutreiben, ist jedoch da. 94 Prozent der 524 weltweit befragten CMOs planen in den kommenden drei bis fünf Jahren Investitionen in Prognosetools und mobile Anwendungen. Auf Platz drei mit 89 Prozent liegt die Verbesserung des Customer Relationship Management. Ihre Planungen stoßen jedoch nicht überall in den Unternehmen auf Gegenliebe. In einer Untersuchung der Beratungsfirma Pierre Audion Consultants unter dem Titel "Digital Transformation in Deutschland" heißt es, dass viele IT-Chefs (CIOs) die Investitionsideen der Marketingleiter nicht teilen.

Die Entwicklungsstadien, in denen sich die Marketingverantwortlichen mit ihren Unternehmen befinden, sind allerdings sehr unterschiedlich, etwa was Analyseprogramme für die Auswertung von Kundendaten angeht. IBM macht in diesem Zusammenhang drei CMO-Typen aus:

"Traditionalists" stehen ganz am Anfang. Sie müssen noch physische und digitale Vertriebs- und Servicekanäle integrieren, kommunizieren selten mit Kunden über soziale Netzwerke und nutzen kaum Analysen, um Erkenntnisse aus den erfassten Kundendaten zu gewinnen.

"Social Strategists" haben die ersten Schritte getan. Sie haben das Potenzial von Social Media als Methode der Interaktion mit Kunden erkannt und erstellen die Infrastruktur, die sie benötigen, um sich im Social-Media-Bereich zu behaupten.

"Digital Pacesetters" sind weiter fortgeschritten. Sie setzen die Ressourcen ein, die für die volle Integration von physischen und digitalen Kanälen erforderlich sind, und nutzen regelmäßig die erweiterte Analyse, um Erkenntnisse aus Kundendaten zu gewinnen.
 

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