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News / Nachholbedarf bei Management-Tools
(Grafik: Uni Leipzig/Lautenbach Sass)
11.10.2018   News
Nachholbedarf bei Management-Tools
Unternehmenskommunikation erhebt den Anspruch, Managementfunktion zu sein. Es fehlt indes an Wissen, wie sie gesteuert werden kann. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Uni Leipzig und von Lautenbach Sass.
Management-Tools sind den Studienautoren zufolge standardisierte Denkwerkzeuge, Methoden und Vorgehensweisen für die Analyse, Planung, Umsetzung und Evaluation wiederkehrender Aufgaben. Schon dies sei manchen Kommunikationsverantwortlichen nicht klar. Zwar behaupten 90 Prozent der insgesamt 383 befragten Kommunikatoren in Leitungsfunktion, dass der Einsatz solcher Tools aufgrund der zunehmenden Komplexität und Aufgabenvielfalt der Unternehmenskommunikation unverzichtbar sei, aber die praktische Nutzung von einheitlich dokumentierten Methoden wie Zieleradar, Themenpyramiden, Persona-Analysen und Szenario-Techniken ist nur schwach ausgeprägt.

Die Rangfolge der am häufigsten eingesetzten Tools führen Themen- und Redaktionspläne (94,4 Prozent) und die Medienresonanzanalyse (92,8) an. Kommunikationsmanagement-Tools mit der geringsten Bekanntheit sind die Touchpoint-Analyse (28), Scrum (26,4) sowie Flussdiagramme und Swim Lanes (20,8). Methoden aus dem strategischen Management oder dem Marketing sind insgesamt wenig verbreitet.

Die Zufriedenheit ist bei komplexeren und weniger häufig genutzten Tools oft höher als bei den stärker verbreiteten, meist operativen Standardverfahren, wie eine Gegenüberstellung von Zufriedenheit und Einsatz zeigt. Bei Analyse-Tools ist die Zufriedenheit mit der Communication-Touchpoint-Analyse am höchsten (73 Prozent) – doch nur wenige setzen sie ein (37,6). Bemerkenswert ist, dass Stakeholder-Maps in drei von vier Kommunikationsabteilungen eingesetzt werden, von denen aber deutlich weniger (57,7) mit der praktischen Anwendung zufrieden sind.
 
Den Ergebnisbericht der Studie "Management-Tools für die Unternehmenskommunikation – Bedeutung, Nutzung und Erfahrungen" gibt's hier.

Tipp: Wer mehr über Tools im Kommunikationsmanagement erfahren will, sollte die Chance dazu beim PR Report Camp, dem Auftakt für die PR Report Awards, am 13. November nutzen. Im Rahmen des Programmpunkts PR Report Werkstatt wird Christoph Lautenbach, Geschäftsführender Partner bei Lautenbach Sass, einen Workshop über Methoden und Tools für die Analyse, Konzeption, Planung und Umsetzung von Kommunikation halten.
 
Auch sonst gibt es an diesem Tag ein abwechslungsreiches Tagesprogramm:

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