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News / „Die Kommunikation muss befähigen“
Philipp Schindera ist Leiter Unternehmenskommunikation der Deutschen Telekom in Bonn.
04.04.2018   Karriere
„Die Kommunikation muss befähigen“
Welche Fähigkeiten brauchen PR-Profis in der Zukunft? Was muss die Unternehmenskommunikation leisten? Wie wird sie sich verändern? Philipp Schindera von der Telekom blickt voraus.
Unsere Arbeit wird sich weiter verändern. Weniger klassische Medienarbeit, weil es weniger klassische Medien geben wird. Mehr 360-Grad-Kommunikation in Echtzeit über viele Kanäle. Mehr Zielgruppen, mehr Bedarf für mehr zielgruppenspezifische Inhalte. Community Management kommt große Bedeutung zu.
 
Im Grunde genommen gilt es, all die „klassischen“ Fähigkeiten eines Kommunikators in die digitale Welt zu überführen. Auch in der analogen Welt haben Kommunikatoren schon Community Management gemacht, nämlich mit Journalisten. Künftig werden es mehr Communities sein. Kommunikatoren waren schon immer Vernetzer. Diese Fähigkeit braucht es auch und vor allem in der digitalen Welt. Es werden mehr Menschen kommunizieren, die keine klassischen Kommunikatoren sind. Die Kommunikation wird ihren exklusiven Kommunikationsanspruch weiter einbüßen. Dafür werden andere Aufgaben stärker in den Fokus rücken: das Befähigen zur Kommunikation – Beraten und Lehren. Darauf müssen sich die Abteilungen einstellen und ihre Mitarbeiter entsprechend schulen.
 
Was also einem jungen Menschen raten, der seine berufliche Zukunft in der Kommunikation sieht oder einem erfahrenen Kollegen, der sich gerne weiterbilden möchte? Es fällt mir schwer, hier konkret zu werden. Warum? Weil es eben nicht damit getan ist, einen Kurs in SEO zu belegen und einen in Community Management und das war’s!
 
Es geht vielmehr um eine Frage der Haltung und der Herangehensweise. Wer in Zukunft erfolgreich kommunizieren möchte, der sollte eine offene und positive Haltung zu Veränderungen haben. Der sollte die Mechaniken und Wirkungsweisen der neuen Medien zu verstehen versuchen. Das geht am besten durch Ausprobieren und dadurch, dass man sich mit Menschen zusammentut, die hier schon weiter sind. Es muss nicht zwangsläufig eine klassische Weiterbildung in Form eines Seminars sein.
 
Das Netz ist voller Informationen: Podcasts, Blogs, Videos. Mit ein, zwei Klicks findet man wichtige Influencer und Experten. Gerade zum Thema „Kommunikation“ gibt es eine sehr rührige Twitter-Community. Darüber hinaus die analoge Welt nicht vergessen: In jeder Stadt gibt es Barcamps oder ähnliche Veranstaltungen, wo sich Gleichgesinnte treffen und ihr Wissen teilen.
 
Zugegeben, es verlangt einen gewissen Mut, wenn man als blutiger Anfänger die ersten Schritte tut, aber die Erfahrung hat mich gelehrt, dass diese Communities in der Regel sehr offen sind, willig zu helfen und Wissen zu teilen. Allerdings muss der erste Schritt von jedem selbst ausgehen, von alleine wird sich nichts ändern. Am Ende liegt es an jedem Einzelnen von uns.
 
Tipp: Besuchen Sie mit uns die Content Factory der Deutschen Telekom. Am 16. und 17. April 2018 führt unsere PR Report Tour nach Köln und Bonn. Es geht um Content-Strategie und Digitalisierung. Seien Sie dabei!
 
Hinweis: Dieser Text ist ein Auszug einer Umfrage unter renommierten Kommunikationsprofis wie Christine Graeff von der EZB und Sabia Schwarzer von der Allianz, der in der Ausgabe 4/2017 des PR Reports erschienen ist. Hier können Sie das Magazin als E-Paper oder Printausgabe bestellen. Oder im iKiosk.
 

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