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05.03.2018   News
Paragon übernimmt Mehrheit an Unicepta
Die Medienanalysefirma Unicepta bekommt einen neuen Hauptgesellschafter: Paragon aus München. Das Management bleibe aber beteiligt, hieß es in einer Mitteilung.
Das Münchner Beteiligungsunternehmen Paragon Partners hat die Mehrheit an Unicepta gekauft. Paragon übernehme die Anteile des bisherigen Gesellschafterkreises um die Ippen-Mediengruppe und dem früheren Bertelsmann-Boss Hartmut Ostrowski, wie Unicepta mitteilte. Das Management-Team bleibe am Unternehmen beteiligt, steuere Strategie und Geschäft. „Wir wollen unabhängig bleiben und unternehmerisch agieren“, sagte Claas Sandrock, Managing Partner von Unicepta.
 
Der Kölner Dienstleister will mit Paragon im Rücken in Technologie und Personal investieren. „Wir freuen uns sehr, dass wir einen renommierten Partner gewonnen haben, der unsere Vision und Strategie teilt“, sagte Georg Stahl, Managing Partner von Unicepta. Die bayerische Beteiligungsgesellschaft investiert vor allem in mittelständische Unternehmen.
 
Unicepta ist auf Monitoring, Analyse und Beratung spezialisiert. Die Firma ist vor allem im hochpreisigen Segment des umkämpften Geschäfts unterwegs und arbeitet für zahlreiche Dax-Konzerne. Im Geschäftsjahr 2016/17 lag der Umsatz bei rund 32 Millionen Euro. Unicepta beschäftigt rund 700 Mitarbeiter.
 
Der internationale Markt für Medienanalyse ist kräftig in Bewegung geraten, die Konsolidierung schreitet voran. Verkaufsgerüchte um deutsche Unternehmen gibt es seit vielen Jahren. Passiert ist lange nichts, bis Ende 2017 der US-Riese Cision den hierzulande ärgsten Unicepta-Rivalen Prime übernommen hat. Cision ist seit Jahren auf Einkaufstour und wurde auch als möglicher Unicepta-Käufer gehandelt, ebenso wie Kantar. Die WPP-Tochter hatte bereits vor Jahren durchblicken lassen, in Deutschland nach einem Kaufobjekt zu suchen. Nun übernimmt kein Netzwerk, sondern eine Beteiligungsgesellschaft die Mehrheit bei Unicepta.
 
Momentan scheint in dem Markt ein Zwang zur Größe zu herrschen, vor allem getrieben von notwendigen Investitionen in Technologie. „Trotz der erfolgreichen Entwicklung und eines Umsatzes von rund 40 Millionen US-Dollar war Prime aufgrund der Konsolidierungswelle in den USA und UK auf einmal vergleichsweise klein“, sagte Prime-Gründer Rainer Mathes in der aktuellen Print-Ausgabe des PR Reports anlässlich des Verkaufs an Cision. „Die aktuellen Wettbewerber sind fünf bis 15 Mal größer als Prime. Leicht vorstellbar, was das zum Beispiel für die notwendigen IT-Investitionen in Forschung und Entwicklung bedeutet hat.“
 
Bildunterschrift: Das Management von Unicepta (von links): Oliver Minasso, Claas Sandrock, Sebastian Rohwer, Theres Essmann, Georg Stahl.
 
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