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News / Aus dem Leben der Familie Heins
05.09.2014   News
Aus dem Leben der Familie Heins
 
Die Deutsche Telekom krempelt ihre Produktwelt radikal um - und en passant auch die Kommunikation. In den Mittelpunkt des neuen Auftritts rückt die fiktive Familie Heins, das dramatische Personal, mit dem die Bonner in Zukunft ihre Produkte und Themen vermitteln wollen.

Noch bis Ende des Jahres sollen vier Episoden einer Familien-Soap ins Netz kommen, im Schnitt etwa acht Minuten lang. Inhalt: Das alltäglich-verrückte Leben von Vater, Mutter und deren zwei Kinder - die Familie als Prototyp klassischer Telekom-Kunden, in deren Leben und Erleben Telekom-Produkte nonchalant eingewoben werden. Die längeren Web-Filme werden parallel – zum 45-Sekunden-Teaser kondensiert – ins TV gehievt und sollen dort für Reichweite sorgen. Tochter Clara pflegt dazu ein Blog und ist – fiktiv – mit Youtube-Star Sami Slimani liiert, der sich in der Telekom-Serie selbst spielt. Mit rund 800.000 Abonnenten hat Slimani einen guten Aufschlag bei Youtube, diese junge Fangemeinde soll er einbringen.

"Wir werden unterhaltende Inhalte anbieten und unsere Produktthemen spielen, und das über die klassische Werbung hinaus", sagt Philipp Friedel, Leiter Marktkommunikation der Telekom, am Rande einer Präsentation der Kampagne in Berlin. Etwa eine Folge pro Monat ist zunächst als Takt geplant. Offenbar sind bislang die vier kommenden Episoden bis Ende des Jahres noch nicht komplett produziert, die Macher wollen reagieren können. "Die Geschichten werden auch viele aktuelle Bezüge haben. Wir sind in der Gestaltung sehr flexibel und werden mit der Story um Familie Heins in den kommenden Monaten überraschen", so Friedel.

Ausgeheckt hat die Kampagne die Telekom-Agentur DDB Hamburg, erzählt aber wird sie von der UFA – Heimstatt vieler Soap- und Serienerfolge im klassischen TV. Auftritte beliebter Soap-Stars sind also absehbar, aber auch Tochter Clara etwa wäre als Gast bei "GZSZ" & Co. vorstellbar.

Die Produktion (Czar, Berlin) setzt auf professionelle Schauspieler, den Gedanken an eine "echte" Familie Heins hat man offenbar früh wieder verworfen. Im Regiestuhl sitzt Simon Verhoeven, der neben den UFA-Autoren an den Drehbüchern schreibt und die Serie entwickeln soll. Musik kommt vom Masken-Musiker Cro, mit dem die Telekom bereits für ihre "Telekom Street Gigs" zusammenarbeitet. Den Zauber, das machen die Telekom-Marketer deutlich, sehe man in der vernetzen Erzählweise via Blog, Social Media, Online-Video und TV-Spots. Denkbar also, dass Clara während eines Cro-Gigs auf den Künstler trifft und ihr kurzes Handy-Interview als TV-Spot ausgestrahlt wird, um die Abrufzahlen des Konzerts im Netz zu beflügeln.

Produkte und Produkterlebnis werden in den Geschichten eine zentrale Rolle einnehmen, sollen von der Familie "augenzwinkernd" transportiert werden, heißt es in einer Mitteilung der Telekom. Vor allem das neue Produkt Magenta Eins, das Angebot von Mobilfunk und Festnetztelefonie aus einer Hand, steht zunächst im Fokus. "Unser primäres Ziel ist, Magenta Eins in den Köpfen der Kunden zu etablieren – und das wollen wir bis Ende des Jahres zu einem großen Teil geschafft haben. Auch danach lässt uns der Kosmos um Familie Heins genug Raum, weitere Entwicklungen und Themen der Telekom zu transportieren", so Friedel.

Die Telekom scheint langfristig auf das Format als Dreh- und Angelpunkt ihrer Werbung und Kommunikation zu setzen. Eine Serie, die auf Dauer inhaltlich ein Publikum finden und bei der Stange halten muss. "Wir sehen großes Potenzial für unsere Kommunikation in der seriellen und vernetzten Erzählform. Der Erfolg einer Serie ist aber selbstverständlich vom Interesse der Zuschauer abhängig, insofern ist die Kampagne durchaus ein innovativer neuer Schritt", sagt Friedel.

Farbe und Appeal dürfte die Story um Familie Heins erst durch emotionale - und auch negative - Wendungen entwickeln. Spannend dürfte zudem sein, inwiefern die Telekom Corporate-Issues und Krisen in der Serie spielen kann – und will. "Wir werden nicht nur Heile-Welt-Geschichten erzählen", sagt Friedel. Es sei aber denkbar, "dass wir auch kritische Themen in der Serie aufgreifen. Die Kampagne wird von der Unternehmenskommunikation eng begleitet und wir werden gemeinsam prüfen, wo uns das als sinnvoll erscheint."
 

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