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News / Buchtipp
26.08.2014   News
Buchtipp
 
Marken müssen bewusst Regeln brechen
Dominic Multerer. Gabal Verlag. 2013, 244 Seiten. 24,90 Euro

Klartext will er reden und provozieren. Dominic Multerer, geboren 1991, wurde bereits als 16-Jähriger vom Handelsblatt als Deutschlands jüngster Marketingchef gefeiert und hat trotz seiner jungen Jahren reichlich Marken-Erfahrung gesammelt. Nun er ist angetreten, die „Theorie-Spinner“ im Marketing vom Hof zu jagen. Marken müssen polarisieren und dafür braucht es Ecken und Kanten. Multerer plädiert für ein Zusammenspiel aus ständigem Guerilla-Marketing und Markendifferenzierung. Regeln brechen und bloß nicht das machen, was alle machen, lautet sein Credo. Kunden sollte man lieber mit einer Osterkarte überraschen, als im Dezember in der Masse der Weihnachtsgrüße unterzugehen. Ergänzt wird das Buch durch Beiträge von Marken-Profis wie Musikmanager Thomas Stein, Horst Norberg (Media-Saturn) oder Markus Langer (Evonik). Multerer tritt breitbeinig auf und lässt einen selbstbewussten Rant gegen verkopfte, Excel-getriebene Markenpolitik vom Stapel. Das liest sich durchweg locker und bewegt sich argumentativ stets entlang dem gesunden Menschenverstand. Der Autor spricht insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen an, und für die findet sich manch brauchbare Anregung. Doch der Weg vom „Klartext“ zum Stammtisch ist bekanntlich kurz und in der Gesamtheit hält das Buch bei weitem nicht, was es vollmundig verspricht. Stattdessen gibt es auf knapp 250 Seiten viele Allgemeinplätze und Binsenweisheiten. Bei aller Leidenschaft des Autors – das Buch bleibt inhaltlich flach wie eine Sommerpfütze.
 

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