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News / „Erzählt Eure Geschichten!“
Michael Zimper bringt das Magazin „Kommunal“ nach Deutschland./Foto: Zimper
26.08.2014   News
„Erzählt Eure Geschichten!“
 
Magazin „KOMMUNAL“ geht im Oktober an den Start
Drei Fragen an den Verleger Michael Zimper, 33, der im Oktober von Berlin aus ein Magazin für 11.000 deutsche Gemeinden auf den Markt bringt

Herr Zimper, „Kommunal“ startet mit einer Auflage von 100.000 Exemplaren, eine Online-Plattform und weitere Formate sind in Arbeit. Wer braucht im dicht besetzten Markt von Fachinformation ein solches Medium?
In Gemeinden arbeiten Menschen in vielen verschiedenen Bereichen: in der Politik, in der Verwaltung und in der ausführenden Wirtschaft – also zum Beispiel die Bürgermeisterin, der Kämmerer oder der Betreiber eines Bauhofs. Fachinformation für diese Zielgruppe ist entweder regional oder auf bestimmte Berufsgruppen beschränkt. Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, sprechen wir alle kommunalen Entscheidungsträger an.

Was macht den Kämmerer oder den Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat als Zielgruppe für die Wirtschaft interessant?
Kommunen investieren pro Jahr knapp 200 Milliarden Euro. Das ist mehr als der Tourismus oder die Bauwirtschaft umsetzen. Dieses Volumen wird in den nächsten zwei Jahren um sechs Prozent steigen, und bisher aufgeschobene Investitionen werden jetzt angegangen. Wir wollen Unternehmen eine Plattform bieten, über die sie Themen aufbauen können. Das kann mit einer Studie beginnen, die digital und im Magazin weiter verstärkt wird und ihr Echo in der Community findet. Am Ende des Tages geht es für die Wirtschaft doch darum, sich bei den kommunalen Entscheidern zu positionieren, um Aufträge zu bekommen.

Wozu eine Kommunikationsstrategie für kommunale Zielgruppen, wenn am Ende doch in komplizierten Ausschreibungen entschieden wird?
Eben genau deshalb! Wer einen Draht zu kommunalen Entscheidern etabliert, erlebt auch weniger Frust bei Ausschreibungen. Hinzu kommt die beratende Funktion von Unternehmen gegenüber Gemeinden. Stellen Sie sich vor, ein Gemeinderat möchte Lärmschutzwände ausschreiben. Als Hersteller von Flüster-Asphalt haben Sie doch ein legitimes Interesse, mit Informationen und Hintergründen rund um dieses Thema präsent zu sein. Wir sagen den Unternehmen und ihren Beratern: Erzählt Eure Geschichten – und erzählt sie vor allem den Kommunen!

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