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Bill Gates hat an der Ice Bucket Challenge teilgenommen.
22.08.2014   News
7 Erfolgsfaktoren der #IceBucketChallenge
 
Was in Amerika begann, ist längst in Deutschland angekommen: Promis, Politiker und Agenturleute haben bei der Ice Bucket Challenge mitgemacht. Sie soll auf die Nervenkrankheit ALS aufmerksam machen, die auch der Physiker Stephen Hawking hat.  

Im Rahmen der Aktion wird zu Spenden für die amerikanische ALS-Stiftung aufgerufen. Die Eiswasser-Videos haben der Organisation bereits Millionen eingebracht. Zuletzt erhielt sie in weniger als einem Monat 41,8 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Zwischen dem 29. Juli und dem 21. August vergangenen Jahres waren es 2,1 Millionen Dollar.

Was macht die Kampagne so erfolgreich? Ihre Einfachheit ist eine Voraussetzung für ihren Erfolg, analysiert RoseComm-Geschäftsführerin Victoria Grantham in "PR Week". Die Einfachheit erkläre aber noch nicht ihre schnelle Verbreitung. 

Sie nennt sieben weitere Gründe für den Erfolg der Viral-Kampagne: 
Ihre Machbarkeit: Wer an der Ice Bucket Challenge teilnehmen will, muss nicht viel Zeit und/oder Geld investieren. Ihre visuelle Kraft: Die Videos wirken oft kultig, athletisch und feierlich. Bei allen Gemeinsamkeiten finden sich große Unterschiede in der Ausführung. Zudem sind eine Reihe von Promis am Start, etwa Bill Gates. Die Möglichkeit für Menschen, gut auszusehen: Die Challenge bedient unseren Narzissmus. Teilnehmer können ihren muskulösen Körper oder riesigen Garten herzeigen. Ihre soziale Komponente: Das Nominieren Dritter ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Auch hier verleiht sie den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre (vermeintliche) Peer Group darzustellen. Sie greift Besonderheiten auf: Ein Eiswasserkübel passt eigentlich nicht wirklich zu ALS. Aber die Macher gingen darüber hinweg. Und das spielt am Ende keine Rolle.   Sie passt in die Jahreszeit: Niemand würde sich im Februar Eiswasser über den Kopf schütten. Dies ist ein Sommer-Stunt und wurde passenderweise im Juli gestartet. Die Challenge hat eine "human side": TZwar begann die Challenge ursprünglich ohne Bezug zu ALS. Als einer der ersten stellte aber der Ex-Boston-College-Baseball-Spieler Pete Frates her, bei dem 2012 die Krankheit diagnostiziert wurde. Im Dezember sagte er in einem Video: "Derzeit ist die Story immer dieselbe: Du hast ALS. Du hast es für eine Weile oder für eine längere Zeit. Aber am Ende gewinnt immer ALS. Um das Ende neu zu definieren, müssen wir Aufmerksamkeit schaffen und Geld sammeln."

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