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News / Uber angelt sich Ex-Obama-Kampagnero Plouffe
David Plouffe
20.08.2014   News
Uber angelt sich Ex-Obama-Kampagnero Plouffe
 
Das umstrittene Startup Uber hat sich einen Ex-Obama-Mann als neuen PR-Chef geschnappt. David Plouffe, der 2008 maßgeblich die digitale Wahlkampagne für den US-Präsidenten vorangetrieben hat, startet im September als PR- und Markenchef. Die große Herausforderung liegt aber in der Strategie für den Umgang mit Politik und Interessensvertretungen.

Der Chauffeurs-Vermittler erlebt - in den USA genauso wie in Deutschland - viel Gegenwind, der das Geschäft erschwert. Uber organisiert im Prinzip Taxifahrten, die allerdings von privaten Fahrern in deren privaten Karossen übernommen werden. Die Privatfahrer werden zwar von Uber im Vorfeld gecheckt, allerdings haben sie keine öffentliche Konzession - anders als Taxifahrer. Die Taxibranche geht dagegen auf die Barrikaden und hat die Gerichte und öffentliche Verwaltung auf ihrer Seite. In Berlin und Hamburg etwa wurde Uber jüngst verboten - das Verbot wird aktuell allerdings nicht durchgesetzt.

Die Kontroverse will Uber-Boss Travis Kalanick mit einer politischen Kampagne zerstreuen - mit "Uber als dem Kandidaten", wie es Kalanick in Anspielung auf Plouffes Vergangenheit in der politischen Kommunikation im Uber-Blog formuliert.

Plouffe hat das Weiße Haus 2013 verlassen, arbeitete dann vor allem für diverse TV-Medien in den USA und einige US-Abgeordnete. Er folgt bei Uber auf Andrew Noyes, früherer Kommunikationschef, im Mai ausgeschieden. Noyes war damals von Facebook zu Uber gekommen, er arbeitet mittlerweile für Brigade Media. Uber-Gründer Travis Kalanick war seit Noyes Abschied offensiv auf der Suche - und sprach dem Vernehmen nach auch mit Jay Carney, bis vor kurzem Pressesprecher des Weißen Hauses.


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