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Stakeholder vermissen in Geschäftsberichten vor allem den Vergleich mit Wettbewerbern.
30.07.2014   News
Stakeholder bevorzugen gedruckte Geschäftsberichte
 
90 Prozent der institutionellen Aktionäre, Analysten und Privataktionäre aller Altersgruppen nutzen Geschäftsberichte als eine Basis für ihre Aktien(ver)käufe oder für entsprechende Empfehlungen. Inhaltlich vermissen Stakeholder aber vor allem Aussagen zum Vergleich mit Wettbewerbern. Das ergab eine Umfrage von wirDesign communications.

Zwei Drittel (64%) der Befragten bevorzugen die Printversion eines Geschäftsberichts. Er sei am übersichtlichsten und werde mehrmals jährlich gelesen. Auf dem zweiten Platz (24%) landet das PDF-Format. Es besticht wegen seiner schnellen Verfügbarkeit und der Suchfunktion. Verbesserungswünsche betreffen die Struktur. An dritter Stelle (12%) folgt der Online-Geschäftsbericht, dessen klare Navigation für die Studienteilnehmer der mit Abstand wichtigste Vorzug ist. Zudem schätzen sie zusätzliche Service-Funktionen und Verlinkungen, die das Suchen, Vergleichen und Gegenüberstellen von Inhalten erleichtern. Dieses Format konnte sich bislang jedoch nicht durchsetzen.

Nach Zielgruppen betrachtet nutzen institutionelle Investoren, Analysten und Journalisten häufiger PDF oder Online-Bericht als Privataktionäre. Bei den Profis sind Print- und PDF-Version ebenbürtig. Analysten favorisieren vor allem dann die PDF-Variante, wenn sie vor dem gedruckten Geschäftsbericht veröffentlicht wird.

Kein Kapitel der Geschäftsberichte wird von den Empfängern als redundant empfunden. Die Befragten gaben an, dass die Berichte auch herangezogen werden, um den Ruf eines Unternehmens einzuschätzen. Der erste Blick fällt stets auf die Kennzahlen.

Mehr Inhalt wünschen sich die Befragten jedoch vor allem im Wirtschaftsbericht, bei den Grundlagen des Konzerns und im Prognose-, Chancen- und Risikobericht. Laut der Studie fehlen der Mehrheit (55%) relevante Details: Etwa der Vergleich mit Wettbewerbern (97%) oder die Gegenüberstellung der Prognosen mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung (87%). Die Mehrheit der Studienteilnehmer wünscht sich eine intensivere Berichterstattung zu den Themen "Strategie" sowie "Chancen und Risiken".

Um Aspekte wie den Vergleich mit Wettbewerbern hinzuzufügen, müssten die Unternehmen zunächst individuelle, nachvollziehbare Definitionen entwickeln und umsetzen. Aus dem Wunsch, die Strategie stärker zu berücksichtigten, dürften sich laut der Studie inhaltliche Chancen für den Imageteil ergeben.

Die Jüngeren unter den Befragten lesen sehr gern die Imageseiten. Sämtliche Ziel- und Altersgruppen würden sich außerdem über mehr Informationsgrafiken freuen.

Link zur Studie.

Für die Studie hat wirDesign insgesamt 273 Privataktionäre, institutionelle Investoren, Finanz- und Wirtschaftsjournalisten sowie Analysten befragt. Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit dem SDAX-Unternehmen Deutsche Beteiligungs AG und dem MDAX-Unternehmen Deutsche Euroshop AG.

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