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Uwe Berlinghoff
28.07.2014   News
Air Berlin trennt sich von Uwe Berlinghoff
 
Air-Berlin-Kommunikationschef Uwe Berlinghoff muss offenbar seinen Hut nehmen. Er wolle darüber informieren, dass Berlinghoff das Unternehmen verlassen werde, "um sich neuen Aufgaben zuzuwenden", so Airline-Chef Wolfgang Prock-Schauer in einem Rundbrief an die Mitarbeiter, aus dem der "Tagesspiegel" zitiert.

Die Fluglinie bestätigte Berlinghoffs Abschied auf Anfrage, dem Vernehmen nach ist er bereits freigestellt. Berlinghoff selbst lehnte einen Kommentar ab.

Zwischen ihm und seinem Chef soll es "zunehmend Differenzen" über die Ausrichtung der Kommunikation gegeben haben, berichtet die Zeitung. Prock-Schauer, der nach Gründer Joachim Hunold und Hartmut Mehdorn, heute Flughafenboss in Berlin, Berlinghoffs dritter Chef bei Air Berlin ist, muss die Airline refomieren. Er steht unter dem Druck, möglichst zeitnah mit einem neuen Konzept für das Unternehmen um die Ecke zu kommen. Jüngst hatte Air Berlin die Jahresbilanzpressekonferenz zum zweiten Mal platzen lassen.

Bis Berlinghoffs Nachfolge geregelt ist, wird Yasmin Born, Leiterin der externen Kommunikation, dessen Aufgaben wahrnehmen, heißt es offiziell aus der Zentrale am Saatwinkler Damm. Berlinghoff wurde Anfang 2011 Director Corporate Communications von Air Berlin, als Nachfolger von Peter Hauptvogel. Hauptvogel, der langjährige Pressechef von Air Berlin, war damals erneut auf dem Posten eingesprungen, nachdem sich sein Nachfolger Hans-Christoph Noack im Herbst 2010 nach relativ kurzer Zeit wieder aus dem Amt verabschiedet hatte.

Berlinghoff refomierte die Kommunikation der Airline in der Folge, baute insbesondere Strukturen für die interne und internationale PR auf, ebenso für die Social-Media-Auftritte; das Air-Berlin-Bordmagazin wurde überholt. In Berlinghoffs Amtszeit fielen etwa die Integration der Fluggesellschaft Belair und der Einstieg der arabischen Fluglinie Etihad Airways - insbesondere hatte es der scheidende Chefsprecher aber mit Krisenthemen zu tun.

Bevor Berlinghoff damals zu Air Berlin wechselte, war er rund 20 Jahre in der Kommunikation bei Opel, zuletzt als Public-Affairs- und Berlin-Chef.

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