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News / Social Media sollten für Krisenkommunikation genutzt werden
10.07.2014   News
Social Media sollten für Krisenkommunikation genutzt werden
 
Wenn es um die Kommunikation in den Sozialen Medien geht, erwarten Stakeholder von Unternehmen vor allem Nachrichten über Veranstaltungen und über Ereignisse mit Krisencharakter, zum Beispiel Produktrückrufaktionen. Davon sind 70 Prozent der PR-Profis überzeugt, die für den European Communication Monitor (ECM) befragt wurden.

Zweitwichtigste Inhalte der Kommunikation von Unternehmen und Organisationen auf ihren Social-Media-Plattformen sind demnach Produkt- und Serviceinformationen zu künftigen und neuen Angeboten (66 Prozent). Rang drei nehmen nach Erfahrung der 2800 Kommunikationsexperten aus 42 Ländern Meldungen zu CSR-Anstrengungen sowie zu aktuellen Produkten ein (jeweils 64 Prozent).

Indes wendet sich die Medienarbeit von traditionellen Kanälen ab, während die Bedeutung der Online- und der Mobile-Kommunikation, etwa über Apps, wächst. Auf die Frage, wie wichtig die Kommunikationswege heute und in drei Jahren auf einer Skala von 1 (unwichtig) bis 5 (sehr wichtig) seien, bezeichneten 85,9 Prozent der Studienteilnehmer Online-Kommunikation heute als wichtig bis sehr wichtig. Auf das Jahr 2017 bezogen tun dies 92,9 Prozent. Im Ranking der bedeutendsten Instrumente zur Stakeholder- und Zielgruppenansprache folgen Medienarbeit Richtung Online-Medien (79,0 Prozent/91,4 Prozent), Mobile-Kommunikation (51,5/91,1) und Social Media (63,2/89,1).

Der künftige Stellenwert der Printmedien wird von der PR schwächer eingeschätzt. Während heute noch 76 Prozent der PR-Manager Pressearbeit für wichtig halten, sinkt dieser Wert mit Blick auf 2017 um 35 Prozentpunkte auf 41,8 Prozent. Für TV und Radio beträgt der Bedeutungsrückgang 13 Prozentpunkte. Dass diese Prognosen durchaus von der realen Entwicklung abweichen können, zeigt die Langzeitanalyse. Die Kommunikationsexperten tendierten im Zeitraum 2011 bis 2014 dazu, die digitalen Medien zu überschätzen und die traditionellen Kanäle zu unterschätzen. So wurde den Printmedien schon ein deutlich höherer Bedeutungsverlust vorhergesagt.

Der von Ketchum Pleon unterstützte ECM wird von einem Verbund aus elf europäischen Universitäten unter Leitung von Ansgar Zerfaß von der Universität Leipzig erstellt. Weitere Details zu der Umfrage gibt es unter www.communicationmonitor.eu.

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