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News / "PR nehmen wir nicht mehr so in den Mund"
Lenny, das menschliche Einhorn, soll auch für Entschlossenheit und Inspiration stehen
30.06.2014   News
"PR nehmen wir nicht mehr so in den Mund"
 
Die Frankfurter Agentur Oseon, seit 2008 am Markt, stellt die Weichen neu. Eine Kommunikationsagentur für Innovationsthemen will das Unternehmen unter Führung von Tapio Liller und Manuela Moore künftig sein. Ein menschliches Einhorn ist sichtbares Zeichen für die neue Zeitrechnung.

Lenny heißt das Gesicht mit roten Konturen und dem Horn, es soll als neues Logo für Unverwechselbarkeit in der Agenturlandschaft sorgen. Der Name sei spontan entstanden, als den Mitarbeitern die ebenfalls neue Organisationsstruktur in Anlehnung an die Abbildung des vitruvianischen Menschen von Leonardo da Vinci vorgestellt wurde, berichtet Liller.

Die Struktur besteht aus fünf gleichberechtigten Kompetenzfeldern: Research & Analyse, Strategy, Creation, Relationships und Account Management. Die Gewerke sollen ineinandergreifen, sich gegenseitig befruchten und auf die "Problemlösung" für den Kunden ausgerichtet sein. "Eine an Branchen orientierte Practice-Struktur oder gar komplexe Matrix-Organisationen führen meines Erachtens dazu, dass jeder nur bis zur Grenze seiner kleinen Schublade denkt und arbeitet", sagt Liller. "Eine moderne Agentur braucht aber offenen Austausch von Wissen, Know-how, Erfahrung und immer auch Zeit, die über primäre Zuständigkeiten hinweg flexibel verteilt werden kann."

Ein weitere Vorteil der Struktur aus Sicht der Agentur: verbesserte Chancen als Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt. Der "vertikal integrierte PR-Berater" alter Schule bekommt bei Oseon keinen Stich mehr. Die Agentur braucht laut Liller ein breiteres Kompetenzportfolio und daher eher differenzierte Fachexpertise von Content bis Daten, von Blogger-Relations bis zur vernetzten Strategieentwicklung. Die bringt beispielweise Martina Bahrke mit, die heute von Burson-Marsteller kommt. Sie ist als Manager Creation für die crossmediale Redaktionsarbeit zuständig und entwickelt Geschichten medienübergreifend.

Damit stellt sich Oseon zugleich diziplinenübergreifend auf. "PR nehmen wir nicht mehr so in den Mund", erläutert Liller. Die alten Disziplintrennungen seien obsolet. Mit dieser Parole bringt sich der Dienstleister als Kommunikationsagentur für Innovationsthemen in Stellung. Im Fokus stehen Kunden, die etwas zu erklären haben, was es so noch nicht gab, ob aus technischer Sicht, im Hinblick auf Prozessinnovationen oder beispielsweise in Bezug auf gesellschaftliche Trends.

Mit der Neupositionierung und dem insgesamt achtköpfigen Team inklusive des frischen Standorts Hamburg will Liller in diesem Jahr auf einen Honorarumsatz von etwa 750.000 Euro kommen.

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