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24.06.2014   News
Unser erstes Mal in Cannes
 
Young PR Lions
In Cannes fand in diesem Jahr der erste „Young Lions“-Wettbewerb in der Kategorie PR statt. Für das Team Germany gingen ins Rennen: Claudia Becker (Lessing von Klenze) und Anna Groos (Profilwerkstatt). Hier fassen die beiden ihre Erlebnisse zusammen und finden: #cannesmanmachen.

Premieren sind glamourös. Roter Teppich, Champagner, schöne Menschen im Blitzlichtgewitter. Unsere Premiere sah ein wenig anders aus: ein dunkles Hotelzimmer, fensterlose Arbeitsräume und zwei schlaflose Nächte, in denen unsere Hirne auf Dauerbetrieb liefen. Doch keine Sorge – der Glamour folgte.

Unsere Cannes-Premiere war übrigens auch eine für den PR-Nachwuchs: Neben Print, Media, Design, Cyber, Marketing und Film war zum ersten Mal auch die Kategorie PR Teil des „Young Lions“-Wettbewerbs. Die Wettbewerbsbedingungen waren nicht neu für uns. Der von WerbeWeischer organisierte Vorentscheid für das Team Germany im Mai gab einen Vorgeschmack: 24 Stunden Zeit für ein Kommunikationskonzept, ein Konzeptpapier und 10 Slides, die in 5 Minuten vor einer professionellen Jury präsentiert werden mussten. Diese Vorrunde konnten wir für uns entscheiden – vielleicht auch, weil wir bereits im Wettbewerb #30u30, der Nachwuchsinitiative des PR Report, zu einem eingespielten Team wurden. Auch hier hatten wir die Aufgabe, gemeinsam ein Kommunikationskonzept zu erarbeiten.

Das Briefing für die Young PR Lions: Eine globale Kampagne für die UNODC (United Nations Office on Drugs and Crime) mit dem Ziel, dem Problem Menschenhandel mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. NGO? Globale Kampagne? Internationale Kommunikation? Viele erste Male. Der PR-Wettbewerb selbst? Noch ein unbeschriebenes Blatt und die Möglichkeit, Pionierarbeit zu leisten. In 30 schlaflosen Stunden erarbeiteten wir ein Konzept, auf das wir stolz sind, auch wenn es keinen Löwen brachte. Wer gern mal einen Blick reinwerfen möchte, findet mehr Infos auf dem #30u30-Tumblr und auf Twitter und Instagram unter dem Hashtag #cannesmanmachen. Hier findet sich auch der Glamour wieder. Schließlich ist Cannes nicht nur Arbeit: Networking am Strand und das Glas Rosé im Straßencafé gehören genauso zum Festival dazu.

Am Ende hat das Team aus Japan verdient den „Young Lions“-Wettbewerb mit einer lauten Idee und einem emotionalen Bild gewonnen. Eine Gemeinsamkeit, die bei vielen prämierten Arbeiten in Cannes zu finden war. Die strategische Komponente war nicht das schlagende Argument. Was viel mehr zählte, war eine überraschende Idee und ihre Schlagkraft, einen öffentlichen Diskurs anzustoßen. Weg vom Kopfdenken, hin zum Bauchdenken. Weg von Lagergedanken, hin zu disziplinübergreifenden Arbeiten. Freimachen von jeglicher Kopfgrenze, #cannesmanmachen als Credo.

All das sind Dinge, die wir nach Cannes auch verstärkt in unsere eigenen Arbeiten einfließen lassen. Die kreative Atmosphäre des Festivals und die vielen grandiosen Arbeiten zu erleben hat uns inspiriert und macht Lust, beim nächsten Projekt vielleicht noch eine Ecke weiter zu denken. Auch wenn die eigene Kategorie in Cannes noch ein junges Feld ist, ist das Festival of Creativity für kreative PR-Menschen definitiv eine wichtige Erfahrung. Und falls es das erste Mal ist, keine Angst. Denn: Premieren machen Spaß.
 

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