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"PR-Texte" von Helmut Ebert
10.06.2014   News
Wie PR-Texte gehaltvoll werden
 
Texte in der PR - sind die eigentlich noch relevant? Haben nicht das Foto, Infografiken und mehr noch das Video den Text auf die hinteren Ränge verwiesen? Helmut Ebert argumentiert überzeugend dafür, dass dem nicht so ist. PR-Texte seien vielmehr das Rückgrat ein jeder Unternehmenskommunikation und für den Vertrauensaufbau mit den Stakeholdern unabdingbar, so der Bonner Linguist.

Ebert untersucht und definiert die verschiedenen Textarten der PR: Zum Beispiel Unternehmensleitbild, Kernauftrag, Mission Statement, Unternehmensphilosophie. Diese in der Praxis häufig schwammig benutzten Begriffe definiert er präzise und stellt kurz und bündig dar, wie man ihnen Gehalt verleiht. Außerdem untersucht er Medien der Kundenkommunikation wie Geschäftsbericht, Aktionärsbrief, Newsletter oder Kundenzeitschrift und die Felder der Mitarbeiterkommunikation wie Mitarbeiterzeitschrift, Führungsgrundsätze, Schwarzes Brett oder Intranet. Ebert analysiert präzise die jeweiligen Anforderungen und Fallstricke an diese Texte.

Anhand zahlreicher Beispiele demonstriert er auch, wie viel heiße Luft allzu häufig in PR-Texten steckt: Denn schon der Blick auf die Webseiten vieler Unternehmen zeigt, dass zwar regelmäßig kommuniziert wird - die Inhalte sind aber oft derart glatt gebügelt, dass kaum eine Botschaften greifbar wird.

Ebert liefert mit "PR-Texte" weniger einen Leitfaden zum lebendigen, verständlichen Schreiben à la Wolf Schneider. Stattdessen zeigt er mit seiner systematisch gegliederten Abhandlung, wie man mit Texten Gehalt gibt, so dass sie als Baustein der Unternehmensführung dienen können.

Das Buch ist eine anspruchsvolle Lektüre - keine schnell konsumierbare "How-to"-Fibel, sondern eine wissenschaftliche Abhandlung. Auch als Nachschlagewerk geeignet.

Helmut Ebert. 2014. PR-Texte. UVK Verlagsgesellschaft. 242 Seiten. 29,99 Euro

Rezension: Ansgar Vaut

 

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