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News / Bodo Bimboese: GPRA-Pitchblog ist ein Rückschritt
Markenzeichen-Chef Bodo Bimboese ist sauer. Foto: Markenzeichen
19.05.2014   News
Bodo Bimboese: GPRA-Pitchblog ist ein Rückschritt
 
Mit ihrem anonymen Pranger stößt sich die Gesellschaft PR-Agenturen (GPRA) zurück ins Mittelalter. Diese Auffassung vertritt jedenfalls Bodo Bimboese, Gründer und CEO der Agentur Markenzeichen. Er nimmt Anstoß an dem in der vergangenen Woche gelaunchten Pitchblog und macht seinem Ärger in einem Gastkommentar auf Horizont.net Luft.

Auf der Pitchblog-Plattform können Agenturen negative und positive Fälle bei Ausschreibungen und Pitches bekannt machen und dabei selbst anonym bleiben. Ziel ist laut GPRA eine faire und professionelle Pitch- und Ausschreibungskultur in der gesamten Kommunikationsbranche. Die Anonymität allerdings ist es, die Bimboese für bedenklich hält. "Haben wir Agenturen es wirklich nötig, auf Intransparenz mit noch mehr Intransparenz zu reagieren", fragt der ehemalige GPRA-Vizechef.

Die Agenturen, die die Fälle im Blog öffentlich machen wollen, bezeichnet Bimboese als Denunzianten. "Ich habe mich beim Lesen doch sehr fremd geschämt", meint er, "statt dem kleinlichen Duckmäusertum sollten wir aufstehen, selbstbewusst und mit offenem Visier für Verbesserungen kämpfen". Der GPRA empfiehlt er stattdessen, verstärkt in den Dialog mit den Pitchberatern zu treten. Die Consultants hätten ebenfalls großes Interesse am Thema "Faire Pitches". Sie beschäftigten sich jedoch auch mit positiven Beispielen und zeigten, wie es besser oder gar richtig funktioniere.

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