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15.05.2014   News
RWE-Chef Peter Terium kommt am besten rüber
 
Peter Terium darf sich seiner Redekunst rühmen. Ein Vergleich der CEO-Vorträge auf den Hauptversammlungen der DAX-30-Unternehmen hat ergeben, dass der Vorstandsvorsitzende der RWE AG eine größere Öffentlichkeit am besten erreicht. Die Analyse hat Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim erstellt und jetzt ein Zwischenranking veröffentlicht.

Gemessen am Hohenheimer Verständlichkeits-Index hat Terium mit einem Wert von 17,3 bislang die formal verständlichste Rede auf den Hauptversammlungen dieses Jahres gehalten. Auf Platz zwei folgt Continental-Chef Elmar Degenhart mit 16,7. Platz drei belegt der Vorstandsvorsitzende von BASF, Kurt Bock (15,9). Das ist allerdings nur eine Zwischenbilanz. Erst am 27. Mai schließt die Deutsche Post die Reihe der DAX-30-Unternehmen ab.

Seit Januar hat Brettschneider 14 Reden unter die Lupe genommen. Auf einer Skala von 0 bis 20 lag der Wert zur Halbzeitbilanz bei 12,0. Im Jahr 2012 hatte er noch bei 9,8 gelegen. Schlecht hat Beiersdorf-Chef Stefan F. Heidenreich abgeschnitten. Die formal unverständlichste Rede aber hielt der Allianz SE-Vorstandsvorsitzende Michael Diekmann. Er erreichte lediglich einen Wert von 7,7. Diekmann trumpfte unter anderem mit einem Monster-Satz von insgesamt 44 Wörtern auf: "Auch wenn sich diese Investitionen laut Internationaler Energie Agentur bereits innerhalb von zehn Jahren durch eingesparte Brennstoffkosten amortisieren lassen, stellt sich die Frage, wer das Geld für die dringend notwendigen Investitionen für die Energiewende, aber auch für Brücken und Straßen bereitstellen kann bzw. soll."

Immerhin sechs Spitzenmanager haben in ihren Reden den Zielwert von wenigstens zwölf auf dem Hohenheimer Verständlichkeits-Index überschritten. "Diese Reden sind damit in etwa so verständlich wie die Wirtschaftsberichterstattung von überregionalen Qualitätszeitungen", stellt Brettschneider fest.

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