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09.05.2014   News
Omnicom und Publicis lassen große Hochzeit platzen
 
Die beiden Werbe-Riesen Omnicom und Publicis haben ihre geplante Fusion abgesagt. Als zu zäh hätten sich die Verhandlungen in den vergangenen Monaten erwiesen, heißt es in einem gemeinsamen Statement, das die Bosse, John Wren und Maurice Lévy, am Donnerstagabend abgaben.

Die Angst mehr zu verlieren als gewinnen zu können hat beiden offenbar die Lust auf ihre Mega-Fusion verdorben. Das "WSJ" (via "Handelsblatt") berichtet von Streitigkeiten über die finale Aussage, wer von beiden wen kauft oder über die Besetzung des CFO-Postens. Die Fusion hätte bereits im ersten Quartal dieses Jahres vollzogen werden sollen, vor wenigen Wochen räumte Publicis-Chef Maurice Lévy Verzögerungen ein. Ihre Hochzeitspläne hatten die beiden Agentur-Gruppen bereits vor knapp einem Jahr mit großem Aufsehen vorgestellt, mittlerweile hatten auch die Kartellbehörden zugestimmt - nur die Chinesen hatten sich offenbar schwer getan.

Zahlreiche Agenturen in unterschiedlichen Disziplinen standen seitdem auf dem Prüfstand. Beide Gruppen hatten internationale Beratungsgremien zusammengestellt, die austüfteln sollten, wie man sich in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern in Zukunft positionieren würde - und welchen Töchter verkauft, geschlossen oder fusioniert würden.

Beobachter bezweifelten bereits zur Bekanntgabe, inwiefern die unterschiedlichen Kulturen der US-amerikanischen Omnicom und der französischen Agenturkette Publicis harmonieren würden. Entsprechend süffisant äußerte sich jetzt WPP-Chef Martin Sorrell auf die Nachricht der geplatzten Hochzeit. Der neue Agenturkonzern wäre rund 35 Mrd US-Dollar schwer gewesen - mehr als der bisherige Marktführer WPP.

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