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23.04.2014   News
„Berufsbegleitend wird zur festen Größe“
 
Die Deutsche Akademie für Public Relations (DAPR) hat ein neues berufsbegleitendes Master- und MBA-Programm im Angebot. Das Studium dauert vier Semester und startet am 17. November. Lehrgangskoordinatorin Christina Horn und DAPR-Geschäftsführer Philip Müller erläutern Sinn und Zweck des neuen Studiengangs.

Frau Horn, Akademisierung eines Berufsstands gut und schön, aber wozu braucht es noch einen Studiengang für PR und Managementkommunikation?
Es braucht vor allem ein ausgereiftes Studienkonzept, das der zunehmenden Ausdifferenzierung der Branche gerecht wird. Unser Masterprogramm umfasst insgesamt sechs Fachvertiefungen in PR und Managementkommunikation, etwa in Social Media and Global Communication oder Gesundheitskommunikation. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf die Kernkompetenzen, daher absolvieren unsere Teilnehmer vor ihrer Spezialisierung Basismodule, unter anderem in den Bereichen Management sowie Integrierte Kommunikation. Und da es sich um nicht-konsekutive Lehrgänge handelt, können alle Bachelor- und Hochschulabsolventen bei uns den Master machen – egal, in welcher Fachrichtung sie ihr Erststudium absolviert haben.

Welcher Typ eines fertigen Master soll dabei herauskommen?
Einer, der den Studieninhalt nicht nur theoretisch verinnerlicht hat, sondern praktisch anwenden kann. Der die Studieninhalte durch seine bereits gesammelte Berufserfahrung ganz anders reflektieren und bei seinem Arbeitgeber dadurch schon während der Studienzeit neue Sichtweisen und Methoden einbringen kann. Und einer, der sich bereits durch das Studium ein wertvolles Netzwerk aufbauen konnte.

Herr Müller, wird ein akademischer Abschluss nicht überbewertet?
Ganz ohne theoretisches, idealerweise kommunikationsspezifisches Rüstzeug geht es nicht mehr. Dafür ist die Branche mittlerweile zu professionell und ausdifferenziert. Wer heute als Kommunikator nicht ausschließlich an der verlängerten Werkbank tätig sein möchte, sondern Inhalte, Strukturen und Prozesse managen will, sollte wissen, wie das geht. Was als State of the Art gilt, wie man es umsetzt: das lernt man normalerweise im Berufsalltag, aber eben nicht ausschließlich. Ohne Studium bekommt man heutzutage kaum noch einen Fuß in die Branche gesetzt.

Woran haben Sie sich bei der Entwicklung des Angebots orientiert?
Zum einen natürlich an den Young Professionals. Das in Deutschland übliche konsekutive Vollzeit-System wird den Bedürfnissen vieler junger Menschen nach Individualisierbarkeit und Flexibilität oft nicht gerecht: Studieren oder Arbeiten – warum nicht beides gleichzeitig? Und von vielen Arbeitgebern wissen wir, dass ihnen beim klassischen Hochschulstudium der Praxisbezug zu kurz kommt – Stichwort Elfenbeinturm. Beide Seiten wünschen sich zudem bereits im Studium eine spezifischere Vorbereitung auf den Kommunikationsberuf.

Warum kooperieren Sie ausgerechnet mit der Donau Uni Krems ?
Krems und insbesondere unser Kooperationszentrum dort, das Zentrum für Journalismus und Kommunikationsmanagement, haben fast 15 Jahre Erfahrung mit berufsbegleitenden Studienprogrammen. Und sie hatten mit dem vollmodularen Studiensystem ein einzigartiges Programm im Köcher, das genau zu unseren Bedürfnissen passt: Wo sonst können Masterstudenten aus sechs verschiedenen Vertiefungen wählen? Auch ein MBA-Abschluss ist möglich. Das war genau das, wonach wir gesucht haben. Gemeinsam haben wir das Angebot dann auf den deutschen Markt zugeschnitten.

Frau Horn, wie werden sich die Ausbildungswege in der PR weiterentwickeln?
Die Akademisierung ist ein Trend, der sich nicht mehr umkehren wird. Es wird dabei aber künftig noch mehr darauf ankommen, was man im Studium gelernt hat. Wer sich kommunikationsspezifisches Wissen und Management-Skills aneignet, wird im Vorteil sein. Gleichzeitig wird Praxiserfahrung immer wichtiger. Wir sind deshalb davon überzeugt, dass berufsbegleitende Studiengänge sich als feste Größe in der deutschen PR-Aus- und Weiterbildung etablieren werden.

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