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News / Nur jede vierzehnte Pressemappe ist ausschließlich digital
Zwei von drei Pressemappen bestehen aus Papier.
05.03.2014   News
Nur jede vierzehnte Pressemappe ist ausschließlich digital
 
Zwei Drittel (65%) der Pressemappen liegen ausschließlich als Print-Mappe vor - bis zu 137 Seiten stark. Etwa ein Viertel der Unternehmen (28%) legt der Print-Pressemappe eine digitale Version bei. Das geht aus einer Studie der Agentur Aufgesang über Pressemappen der Messen CeBIT, Hannover Messe und dmexco hervor.

Der Großteil der rein digitalen Pressemappen fanden die Studienmacher auf der CeBIT. Die meisten Print-Pressemappen kombiniert mit einer digitalen Version gibt es auf der Hannover Messe. Die digitale Fachmesse dmexco liegt weit hinten - mit einem Anteil von nur drei Prozent an den digitalen Ausführungen.

Werbung statt Qualitäts-Infos

Fehlende Links zu den Online-Präsenzen der Unternehmen erschweren laut der Studie den Journalisten den Zugang zu weiteren Informationen. Gleichzeitig enthalten 84 Prozent der Pressemappen werbliches Material wie Flyer und Broschüren, 16 Prozent enthalten kleine Geschenke.

Die Aussteller der Hannover Messe weisen die meisten Pressemappen mit Bildern und Videos auf: Fast 60 Prozent der Bilder und 70 Prozent aller erfassten Videos fanden sich in diesen Pressemappen. Die Pressemappen der CeBIT enthalten 36 Prozent der Bilder sowie Videos und die der dmexco nur 27 Prozent. Da die dmexco eine kleinere und weniger kostenintensive Messe ist, vermuten die Autoren, dass die Aussteller aus diesem Grund weniger Geld in vergleichsweise teure multimediale Inhalte investieren.

Wenig Unternehmensinfos

Mehr als die Hälfte der untersuchten Pressemappen (53%) enthalten keine gesonderten Informationen zum Unternehmen – Backgrounder und Factsheet fehlen. Nur 28 Prozent der Pressemappen sind mit einem Backgrounder ausgestattet und ein Factsheet enthält nur jede dritte Mappe (31%). 

Generell lasse die Qualität der Pressemappen zu wünschen übrig, urteilt Aufgesang und bemängelt unvollständige Unternehmensinformationen, "lausige" Pressemitteilungen, fehlende Pressekontakt-Infos und mangelnde Struktur.

Aufgesang hat für die Studie 316 Pressemappen analysiert. Gegen einen Tweet oder Facebook-Share steht die 18 Seiten umfassende Studie kostenlos zum Download zur Verfügung.


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