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News / HSV in der Qualifikation für die Champions League
Auf dem Vormarsch: Eintracht Frankfurt und der 1. FC Nürnberg punkten mit Relaunches ihrer digitalen Strukturen/Foto: Deepblue Networks
25.02.2014   News
HSV in der Qualifikation für die Champions League
 
Genauso, wie die Kicker des FC Bayern auf dem Rasen nahezu unschlagbar sind, beherrschen sie die Welt der Social Media, der Apps und des Vereins-TV. Dieses Universum hat mit dem rauen Fußball-Bundesliga-Alltag ansonsten jedoch wenig gemein: Hier feiert selbst der Hamburger SV Erfolge.

Die Münchner lassen der Konkurrenz keine Chance und führen das Bundesliga-Ranking der digitalen Kommunikation mit großem Vorsprung vor Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 an. Für die Tabelle hat Deepblue Networks den Gesamtauftritt der aktuellen Bundesligavereine analysiert. Die Agentur, die auch den FC Schalke 04 betreut, untersuchte unter anderem die Benutzerfreundlichkeit der Webseiten, die Markenpositionierung und die Aufbereitung von Inhalten in digitalen Kanälen. Darüber hinaus wurde die Integration von Sponsoren berücksichtigt. In 15 Bewertungskriterien konnten die Vereine bis zu 75 Punkte sammeln.

Beispiel Borussia Mönchengladbach, am Ball derzeit gut aufgestellt, im Ranking mit 30 Punkten nur auf Platz 12. Der Club hat keine eigene App und vergibt so die Chance, auf diesem Weg in Kontakt mit seinen Fans zu treten und Sponsoren einzubinden. In der Markenpositionierung macht die Borussia laut der Hamburger Agentur jedoch Punkte gut: Die „Fohlen“ transportieren die Werte einer jungen und dynamischen Marke.

Der krisengeschüttelte HSV darf sich in der Deepblue-Tabelle über einen vierten Platz freuen und läge damit in der Bundesliga auf einem Champions-League-Qualifikationsplatz. „Der Verein ist im Hinblick auf seine digitale Performance grundsätzlich gut aufgestellt“, sagt Oliver Drost, Managing Creative Director bei Deepblue Networks. Es gebe aber auch Defizite, darunter fehlende pfiffige Sponsorenkonzepte. Zudem ist der Dino der Liga nach Meinung Drosts in seiner Positionierung zu sehr rückwärtsgewandt. „Die Marke hält kein Versprechen für die Zukunft bereit“, sagt Drost. „Die Realität in sozialen Medien verkehrt den sehr allgemein gehaltenen Claim ,Nur der HSV’ in ,Nur das Ego’“, wie beispielsweise die Äußerungen des ehemaligen HSV-Aufsichtsratschefs Manfred Ertel auf Facebook nach seinem Rücktritt Mitte Februar zeigten.
 

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