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25.02.2014   News
Social Media bei Investoren auf Vormarsch
 
Investor-Relations-Studie Unternehmen aus dem Dax, die Finanzkommunikation über Social-Media-Kanäle betreiben, sind keine Exoten mehr. SAP etwa tut es (twitter.com/SAPinvestor), und BASF auch (twitter.com/BASF_IR). Dass institutionelle Investoren wie Investmentgesellschaften und Versicherungen auf diese Informationsquellen immer öfter zugreifen, belegt jetzt eine internationale Umfrage der Strategieberatung Hering Schuppener: In China und den USA nutzen demnach bereits zwei Drittel der professionellen Kapitalanleger die sozialen Medien. Im weltweiten Durchschnitt holen sich 70 Prozent der Befragten Informationen bei Twitter & Co., knapp die Hälfte davon häufig oder gar sehr häufig.

Die Akzeptanz der Angebote in den Social Media variiert von Land zu Land. In Deutschland hat rund die Hälfte der Befragten noch nie darauf als Quelle zugegriffen, aber alle Teilnehmer gehen davon aus, dass die Bedeutung dieser Kanäle für ihre Arbeit wachsen wird. „Wie die Studie zeigt, informiert sich der Großteil der institutionellen Investoren nach wie vor auf klassischem Wege“, erläutert Harald Kinzler, Managing Director bei Hering Schuppener in Frankfurt. Dazu zählen beispielsweise Nachrichtenagenturen. Es sei allerdings notwendig, im gleichen Maße, wie institutionelle Investoren ihre Informationsgewohnheiten ändern, das Angebot der Unternehmen anzupassen. Es gebe darüber hinaus Gründe, eigene Informationen, die für die Investor Relations relevant sind, auf den Plattformen zur Verfügung zu stellen. „Sonst überlassen sie anderen das Feld, die dann die Deutung der Ergebnisse übernehmen und das Bild in den sozialen Medien prägen“, ist Kinzler überzeugt.

Für die Studie „Informing Institutional Investors in the Digital Age“ hat Hering Schuppener in Zusammenarbeit mit dem Beraternetzwerk AMO 105 institutionelle Investoren aus zwölf Ländern befragt. Für 39 Prozent sind Finanzforen die meistgenutzte Quelle. Dahinter folgen LinkedIn mit 34 Prozent, Finanz-Blogs (32%) und Twitter (22%). Dagegen ist Facebook ist mit zehn Prozent der Nennungen kaum relevant.

Konzernen, die ihre Investor Relations in den Social Media etablieren wollen, rät Kinzler, ihren Content zugänglicher zu gestalten, als sie es bislang bei den eher technischen Pressemitteilungen, Präsentationen zu Quartalsergebnissen und sonstigen wichtigen Ereignissen tun. Social Media sollten seiner Meinung nach integraler, glaubwürdiger Bestandteil eines konsistenten Informationsangebots sein. „Dazu gehört, dass zunächst einmal die Ressourcenfrage geklärt ist“, so Kinzler. „Wenn sich Unternehmen nicht aktiv um Social-Media-Kanäle kümmern können oder wollen, sollten sie es lieber ganz lassen.
 

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