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News / Gerhard der Große
Sebastian Vesper
25.02.2014   News
Gerhard der Große
 
Jubilar im Jubeljahr Noch kurz bevor Nico Kunkel, der normalerweise an dieser Stelle schreibt, in den wohlverdienten Urlaub aufbrach, hinterließ er – wie viele von uns – auf der eigens dafür vorgesehenen Website Glückwünsche und Dank an einen Mann, der aus der deutschen PR-Szene nicht wegzudenken ist und in diesem Jahr diverse Jubiläen begeht: Gerhard A. Pfeffer wurde soeben 70 Lenze jung, ist seit 50 Jahren im PR-Beruf, davon 30 Jahre selbstständig, 20 Jahre online und seit zehn Jahren Betreiber seines „PR-Journals“. Als ich Gerhard vor fast 20 Jahren kennenlernte, begann gerade der Aufbruch der PR in Deutschland von einer gemütlichen Schrebergartenkolonie altbundesrepublikanischer Prägung hin zu etwas Neuem, für das ihre Protagonisten seither nach der richtigen Definition suchen. Umso befremdlicher wirkte auf mich mitunter, wie ernst „fff“ (so sein gefürchtetes Kürzel als spitze Feder) die überkommenen Verbände und Institutionen nahm. Im Rahmen engagierter Debatten versuchte er, diese Landschaft zu gestalten. Oft, im Wortsinne, wütend.

Doch der streitbare Funktionär, der inner- und außerparlamentarische Oppositionelle, der leidenschaftliche Familienmensch, der verlässliche Freund und Ratgeber, der nimmermüde Jäger und Sammler von Rankingdaten und Branchennachrichten verschwand eben nicht als Anekdote in der Asservatenkammer der PR-Geschichte – sondern wird heute mehr denn je von Kollegen jeder Generation als vitale Konstante der Szene geschätzt. Das muss an jener unverwechselbaren Empathie liegen, mit der Gerhard Pfeffer auf die Leute zugeht, an der Treue, mit der er Beziehungen pflegt, und an der Offenheit, mit der er neue eingeht. Es bedarf keiner Verklärung, um das zu erkennen, was den Langen – sagen wir ruhig „den Großen“ – wirklich auszeichnet: Haltung.
 

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