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17.02.2014   News
Institutionelle Investoren nutzen Finanzforen und LinkedIn
 
Soziale Medien als Informationsquelle für institutionelle Investoren gewinnen zunehmend an Bedeutung. So nutzen in China und den USA bereits rund zwei Drittel der professionellen Kapitalanleger Social Media regelmäßig als Informationsquelle für ihre Arbeit. Dies geht aus einer Studie von Hering Schuppener und dem Beratungsnetzwerk AMO hervor.

Auch wenn in der Befragung von institutionellen Investoren deutlich wurde, dass klassische Medien und etablierte Angebote der Unternehmen nach wie vor den höchsten Stellenwert bei der Informationsbeschaffung haben, nutzen im weltweiten Durchschnitt bereits heute 70 Prozent der Befragten soziale Medien in der täglichen Arbeit, knapp die Hälfte von ihnen sogar häufig oder sehr häufig. Mit einer Zunahme der Bedeutung rechnen weltweit über 80 Prozent der Befragten.

"In Deutschland sind für viele Investoren derzeit noch persönliche Gespräche und etablierte Quellen ausschlaggebend, nur wenige stützen sich bei der Informationsbe- schaffung auf Social Media. Gleichzeitig rechnen aber ausnahmslos alle mit einer zu- nehmenden Relevanz dieser Kanäle", erklärt dazu Harald Kinzler, Managing Director bei Hering Schuppener in Frankfurt.

Deutschland hinkt hinterher

Laut der Studie hat rund die Hälfte der deutschen Befragten noch nie auf soziale Medien als Informationsquelle zugegriffen, allerdings rechnen alle Befragten mit einer Zunahme der Bedeutung für ihre Arbeit. Dieses Ergebnis kann als Orientierung für die Investor Relations (IR) börsennotierter Unternehmen dienen, die sich mit der Frage beschäftigen, wie sie ihren Informationsmix zukünftig strukturieren.

Erste DAX-30-Unternehmen haben bereits Social-Media-Kanäle etabliert, die aus- schließlich IR-Informationen veröffentlichen. Die meistgenutzten Plattformen sind dabei Twitter und Slideshare. Laut der AMO-Studie wird allerdings ein deutlich breiteres Spektrum von institutionellen Investoren als Informationsquelle genutzt: 39 Prozent der Befragten nannten Finanzforen als beliebteste Social-Media-Plattform. Darauf folgen LinkedIn mit 34 Prozent und Finanz-Blogs mit 32 Prozent. 22 Prozent stimmten für Twitter. Facebook ist mit 10 Prozent für die Investoren kaum relevant.

"Noch werden die großen Nachrichtenagenturen als vertrauenswürdige Informations- quelle von institutionellen Investoren eindeutig bevorzugt. Die Aussagen in Amerika und China zeigen jedoch, dass sich das Bild wandelt. IR-Verantwortliche sollten diesen Trend ernst nehmen und ihrerseits den Aufbau verlässlicher Social Media Kanäle bereits heute auf die Agenda setzen", empfiehlt IR-Spezialist Harald Kinzler.

Im zweiten Halbjahr 2013 haben die Kommunikationsexperten 105 institutionelle Investoren aus zwölf Ländern zu ihrem Informationsverhalten und zur Nutzung von Social Media bei ihrer täglichen Arbeit befragt. Zu den Investoren zählen einige der weltgrößten Pensionsfonds, Asset-Manager und Versicherungen, die insgesamt ein Vermögen von mehr als 3,83 Billionen US-Dollar verwalten.
 

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